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Bären

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Braunbären sind klassische Großraubtiere. Sie gehören zur Familie der Großbären (Ursidae Ursus), wie auch Eisbär, Brillenbär und Grizzlybär. Als große Landraubtiere von gedrungener Gestalt mit Stummelschwanz und dickem Pelz, fressen sie alles, was ihnen vor die Schnauze kommt - zum Großteil allerdings Pflanzen und Früchte. Eine Ausnahme bildet der Eisbär, der sich durch sein Leben in der Polarregion überwiegend von anderen Großtieren wie Robben oder Walrossen sowie Fischen ernährt.

Von Europa, Nord- und Mittelasien bis nach Nordamerika findet man viele Unterarten des Braunbären. In Alaska lebt das größte Landraubtier der Erde - der Kodiakbär. Das Männchen wird bis zu drei Meter groß. Zu den kleinsten Arten der Braunbären zählen die Bären der Alpen, die fast ausgestorben sind. Sie werden nur bis ein Meter siebzig groß und siebzig Kilogramm schwer.

Braunbären gehören zu den intelligentesten Tierarten. Ihre Neugierde ist sehr ausgeprägt, ebenso ihre Lernfähigkeit. In der Regel sind Braunbären aber scheue Tiere. Sie gehen Menschen aus dem Weg, lange bevor diese ihre Anwesenheit ahnen. Sie greifen nur an, wenn sie Gefahr für ihren Nachwuchs oder für sich selbst fürchten.

Mit pflanzlicher Nahrung decken Bären rund drei Viertel ihres Bedarfs an Futter. Im Spätsommer und Herbst sind sie besonders hungrig, weil jetzt der Fettvorrat für den Winter angefressen werden muss. Die Nahrung besteht aus Eicheln, Bucheckern, Kastanien und Beeren aller Art. Gelegentlich töten sie auch Schafe und Rinder, weil diese leichter zu erbeuten sind als Wildtiere.

Zwischen September und November beziehen Braunbären ihr Winterlager in Felshöhlen oder anderen Vertiefungen, die sie mit Zweigen und Laub abdecken. Sie verfallen in einen Halbschlaf, nehmen monatelang keine Nahrung auf, trinken nichts und scheiden weder Kot noch Urin aus. Um zu überleben, bauen sie ihre Fettreserven ab. Diesen natürlichen Rhythmus können Bären im Zoo nicht ausleben: Dort halten sie keinen Winterschlaf.