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Die Familie der Biber besteht aus einer einzigen Gattung, Castor (= Schneider), und umfasst weltweit zwei Arten, die in Aussehen und Verhalten sehr ähnlich sind: den Eurasischen Biber (lateinisch: Castor fiber) und den Nordamerikanischen Biber (Castor canadiensis).

Das Nagetier erreicht ein Gewicht von zwanzig bis dreißig Kilogramm. Einschließlich seines beschuppten, kellenförmig abgeplatteten Schwanzes kann es bis zu 140 Zentimeter lang werden. Am zweiten Zeh des Hinterfußes ragt eine Doppelkralle hervor, die so genannte Putzkralle. Sie dient dem Biber als Kamm bei der Fellpflege.

Der Körper des Nagers ist dem Leben im Wasser angepasst: Durch Schwimmhäute zwischen den Zehen der Hinterfüße bewegt sich das Tier schnell im Wasser fort. Beim Tauchen kann es seine Ohren- und Nasenöffnungen verschließen. Die Augen sind durch ein durchsichtiges Lid, die so genannte Nickhaut, unter Wasser geschützt.

Doch auch an Land beweist das Tier Stärke: Mit seinem Nagergebiss von insgesamt 20 Zähnen und der stark ausgeprägten Kiefermuskulatur kann der Biber Bäume fällen. Besonders die kräftigen und scharfen Schneidezähne helfen ihm dabei.

Für ihr Heim, der Biberburg, graben die Tiere aufsteigende Gänge in einen möglichst steilen, lehmigen Hang am Wasser. Der Eingang liegt dabei immer unter dem Wasserspiegel. Sein Ende erreicht der Gang hingegen deutlich über dem Wasserspiegel, meist in Form eines Kessels.

Biber leben in Einehe. Frühling für Frühling zieht das Paar zwei bis vier Jungen auf. Der Nachwuchs bleibt in der Regel zwei Jahre bei den Eltern; dann ist es an der Zeit, das elterliche Revier zu verlassen und selbst eine Familie zu gründen.