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Eisbär

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Ursus maritimus
Der Eisbär oder Polarbär ist der größte an Land lebende Fleischfresser und zählt zu den anpassungsfähigsten Säugetieren. Vor einem halben Jahrhundert fast völlig ausgerottet, leben in der Arktis heute etwa 22.000 bis 25.000 Eisbären. Noch immer stuft die Internationale Union für die Bewahrung der Natur (IUCN) den Eisbär als gefährdet ein.

Das charakteristische weiße bis cremefarbene Fell ist eine hervorragende Tarnung in polarer Umgebung. Der Eindruck des weißen Fells kommt allein durch Lichtreflexion zustande: Das Haar, innen hohl, dient der besseren Wärmeleitung auf die schwarze Haut. Damit und mit einer zehn Zentimeter dicken Fettschicht sind die Tiere bestens an die eisige Kälte angepasst.

Ausgewachsene Männchen erreichen eine Länge von 2,5 Metern, eine Schulterhöhe von 1,5 Metern und ein Gewicht von bis zu 600 Kilogramm. Weibchen, leichter und kleiner, gebären alle drei Jahre ein bis drei Junge. Eisbären erreichen ein Alter von zwanzig bis dreißig Jahren. Im Vergleich zu anderen Bären haben sie einen relativ schmalen, langen Kopf mit flacher Stirn.

Als einzige Bären halten Eisbären keine Winterruhe. Im Gegenteil: Wenn in der Arktis das Packeis wächst, beginnt die eigentliche Jagdsaison. Bei der Jagd erreichen Eisbären Geschwindigkeiten von bis zu vierzig Kilometer pro Stunde. Begehrte Leckerbissen sind Robben, Fische und Seevögel.

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Nachhaltige Jagd
Die im Norden Kanadas und Russlands ansässigen Inuit verbindet eine lange Tradition mit den Polarbären. Das belegen detailgenaue, Dreijahrtausende alte Zeichnungen der Ureinwohner. Fleisch und Felle der Tiere sind seit jeher ihre Lebensgrundlage.

In Nordamerika darf die Urbevölkerung für den Eigenbedarf jagen. Auf der Grundlage von aktuellen Bestandszahlen entscheidet die Regierung Jahr für Jahr über die Fangquoten. Im Jahr 2010 durften beispielsweise die Inuit der kanadischen Region Manitoba 19 Eisbären erlegen.

Die traditionelle Jagd zu Fuß oder per Hundeschlitten kann bis zu vierzehn Tage dauern und ein Gebiet von bis zu 500 Kilometern umfassen. Die Jagden zeugen von keinerlei Blutrünstigkeit, sondern von Respekt dem Tier gegenüber: Inuit sprechen den Eisbären eine Seele zu, die der des Menschen ähnlich ist. Nach dem Töten eines Tiers darf drei bis vier Tage lang kein anderes erlegt werden, damit die Seele des toten Bären Zeit hat, zu ihren Ahnen zu gelangen.

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Fragwürdiges Angebot
Während sich 160 Staaten verpflichteten, nicht mehr mit Eisbärfellen zu handeln, vertrieb das Internet-Auktionshaus ebay sie bis vor wenigen Jahren munter weiter. Der Preis für die Felle schwankte zwischen 725 und 35.000 Euro.

Mit derartigen illegalen Angeboten nahm ebay die internationalen Artenschutzbestimmungen auf die leichte Schulter und wies jegliche Verantwortung von sich. Inzwischen wurden, nach der Aufforderung des Naturschutzbundes NABU im Jahr 2002, die Verkaufsofferten gelöscht.