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Elch

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Waldriese
Elche sind heute in den kälteren Regionen der nördlichen Halbkugel beheimatet. In Eurasien kommen sie in den Wäldern Sibiriens, Skandinaviens und des Baltikums vor. In Nordamerika bewohnen die Pflanzenfresser, die übrigens Seerosen bevorzugen, Waldgebiete Kanadas und Alaskas.

Der Bestand gilt als nicht gefährdet. Ganz im Gegenteil, die Jagd der im Grunde gemächlichen Giganten ist zu bestimmten Zeiten gestattet und auch durchaus beliebt. Sogar Komplettpakete kann der Jäger buchen: Flug direkt bis vor Ort, Übernachtung, Abschuss eines Schauflers - so die Bezeichnung des männlichen Tiers - und Geweih als Trophäe. All inclusive.

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Karl Gustav
An einem Herbstmorgen des Jahres 2005 wird nahe dem bayrischen Wernberg-Köblitz ein riesiges Tier gesichtet. Für Josef Prölf ist nach kurzer Bedenkzeit klar, dass dieser Hirsch ein Elch sein muss. Dem "Elchfinder" stellen sich mehrere Fragen: "Was macht der bei uns? Gibt's das überhaupt?"

Das zufällig aufgenommene Videomaterial und die abgenagte Rinde an den jungen Obstbäumen sind eindeutige Indizien für den Besuch von Karl Gustav, wie der Elch seit seiner Stippvisite genannt wird. Auch der oberpfälzische Raps hat dem Weitgereisten gemundet - eben ein wirklicher Feinschmecker. An die tausend Kilometer muss Karl Gustav, der vermutlich aus Polen oder Weißrussland anreiste, schon zurückgelegt haben.

Weiter geht’s Richtung Westen. Sicher kein Problem für jemanden mit solch langen Beinen...

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Jagdzauber
Die Granitfelsen am Wasserfall Nämforsen in Schweden sind über und über mit stein- und bronzezeitlichen Zeichnungen bedeckt. Das am häufigsten vorkommende Motiv ist der Elch. Von Fachleuten werden diese Zeichnungen häufig als Jagdzauber, der für Jagdglück sorgen sollte, interpretiert. Elche waren damals neben Rehen und Robben eine wichtige Beute.

Der schwedische Archäologe Anders Fandén deutet diese Zeichnungen allerdings als "Werkzeug" der Schamanen. Seiner Ansicht nach verehrte man den Elch wie einen Gott. Die Jagdvölker des Nordens glaubten an die Existenz von herrschenden und beschützenden Geistern, denen gehuldigt werden musste, um bevorstehendes Unheil abzuwehren. Dazu gehörte Fandéns Meinung nach auch der Geist des größten Landtiers der nördlichen Hemisphäre.

Der Archäologe geht davon aus, dass Schamanen zur Huldigung des Elchs und auch zur Kontaktaufnahme mit den Göttern an diesen Stromschnellen Versammlungen einberiefen. Männer tanzten sich als Medien in Trance, damit die Zeichen der Götter verstanden werden konnten. Die sanften Riesen waren demnach nicht nur Lieferanten von Fleisch, sondern Götter.