Gefahr im Verzug
Der Frosch ist ein Amphibium - also ein auf dem Land und im Wasser lebendes Tier. Und weil er in der Mitte der Nahrungskette steht, lebt er gefährlich. Aber es gibt noch ein paar andere Gründe.Grün ja grün sind alle meine Frösche: Frösche sind grasgrün, quaken laut und machen gern Sprünge, haben also Dynamik an sich. Das könnte Sympathie wecken, ganz und gar im Gegensatz zu dem Ansehen, das sie in der Vergangenheit hatten.
"Widerlich und ekelerregend"
Der schwedische Naturforscher Carl von Linné schätzte die Tiere in seinen Systema Naturae (1758) sogar noch als "widerlich und ekelerregend" ein. Wie sieht es in Wirklichkeit aus, das Leben der Frösche und ihrer nahen Verwandten, der Kröten?
Kein Reptil und kein Fisch
Der Frosch ist ein zu den Amphibien zählendes, schwanzloses Tier mit überlangen Hinterbeinen und gutem Sprungvermögen, wissen die Zoologen. Das Wort Amphibie stammt aus dem Griechischen und bedeutet "im Wasser und auf dem Land lebend". Frösche sind also eine Zwischenstufe zwischen ans Wasser angepassten Fischen und den ausschließlich auf dem Land beheimateten Reptilien.
Ihr Leben spielt sich an vielen verschiedenen Schauplätzen ab: Frösche sind über den ganzen Globus verbreitet und haben - vom tropischen Regenwald mit seiner feuchten Hitze bis zu den trockenen Wüsten in Nordafrika - so gut wie sämtliche Lebensräume für sich erobert. Als wechselwarme Tiere ist ihre Körpertemperatur umgebungsabhängig, bei Kälte sind sie starr und bei Wärme werden sie aktiv. Mit solcher Anlage können sie in sehr verschiedenen Lebensräumen existieren.
Gefährliches Leben
Frösche leben gefährlich. Von wegen gemütlich auf einem Seerosenblatt sitzen, den ganzen Tag über den Tümpel starren und ab und an nach Fliegen schnappen. Wobei die überlange, klebrige, blitzschnell bei Bedarf heraus geschleuderte Zunge natürlich zu den primären Dingen gehört, die wohl jedermann zu Fröschen einfallen.
Voller Risiken und Feinde ist ihr Leben, weil sie nicht am Endpunkt der Nahrungskette anzutreffen sind, sondern irgendwo in der Mitte. Hauptgegner aller Froschpopulationen ist der übliche Verdächtige: der Mensch. Und dies gleich in mehrfacher Hinsicht.
Die Gründe
Punkt eins: Die menschliche Zivilisation, mit ihrer Erweiterung versiegelter Flächen, sorgt dafür, dass der natürliche Lebensraum der Amphibien ständig eingeengt wird. Punkt zwei: Klimaveränderungen und Erderwärmung führen zu größerer Trockenheit, Tümpel und andere Feuchtbiotope trocknen aus. Punkt drei: Das Verhalten der Frösche bei ihrer Fortpflanzung führt zur Konfrontation mit des Menschen liebsten Spielzeug, dem Automobil.
Aber warum nur müssen die Frösche auch zweimal pro Jahr den gewohnten, üblichen Lebensraum verlassen und zur Paarung und zum Laichen - so nennt man es, wenn Frösche ihre Eier im Wasser ablegen - gänzlich andere Gegenden, Tümpel und Teiche aufsuchen? Diese anderen Gegenden scheinen nun fast zwanghaft immer jenseits viel befahrener Straßen zu liegen und das macht die Sache so kritisch. Wie kritisch, das zeigen jedes Jahr zigtausende plattgewalzte Froschleiber.
Bis zu 15.000 Eier
Abhilfe schaffen die grünen Gesellen ansatzweise selbst, indem ihre hohe Nachwuchsrate die beachtlichen Verluste wenigstens zum Teil wettmacht. So werden Laichpakete mit bis zu 15.000 Eiern von einem einzigen weiblichen Tier im Wasser abgelegt. Hohe Verluste sind von Mutter Natur schon einkalkuliert: Der Prozess der Metamorphose - das heißt die Umwandlung von Kaulquappen in richtige Frösche - kostet nämlich noch einmal viele Opfer.
Ein schlechtes Gewissen
Zusätzlich führt das schlechte Gewissen der Menschen dazu, dass immer schärfere Maßnahmen gegen den ständigen Rückgang von Froschpopulationen ergriffen werden. Der weltweite Schwund hat sogar schon einen zugkräftigen Namen: Amphibien Decline. Aber während man im großen Maßstab noch über die Bedeutung des und den Umgang mit dem Decline rätselt, ist im Kleinen schon viel möglich: Im Ergebnis zahlloser Studien über Wanderphänologie und Straßenmortalität sind Maßnahmen wie umfassender Artenschutz, Tunnel für wandernde Frösche und die vielen Autofahrern bekannten Warnschilder in Sachen Froschwanderung realisiert worden...
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Infobox
Frösche sind...
rein wissenschaftlich betrachtet Froschlurche (Sahentia). Zusammen mit den Schwanzlurchen (Caudata) sowie den Blindwühlern (Apoda) bilden sie die Gruppe der Amphibien oder Lurche. Zu den Frosch-Lurchen gehören neben den Fröschen auch Kröten und Unken. Schwanzlurche hingegen sind alle Molche und Salamander.
Frösche pflanzen sich immer in stehenden Gewässern fort, die Fortpflanzung verläuft im Zyklus: aus dem Laich wird die Larve (Kaulquappe), daraus der Frosch. Die Kaulquappen besitzen noch Kiemen und Schwanz, haben aber keine Gliedmaßen und ernähren sich von Pflanzen. Viel später erst bilden sich Hinter- und Vorderbeine aus, die Kiemen werden zurückgebildet und Lungenatmung setzt ein. Anschließend geht das Tier an Land und ernährt sich dort von tierischer Beute.
Die wohl bekannteste Familie innerhalb der Froschlurche sind die Laubfrösche (Hyladae), die gekennzeichnet sind durch auffallendes zusätzliches Fingerglied und mit Haftscheiben versehene Finger und Zehen. Sie leben vor allem auf Bäumen, aber auch im Wasser. Weiterhin bekannt sind so exotisch klingende Arten wie Ruderfrösche, Krötenfrösche, Nasenfrösche und Krallenfrösche.
rein wissenschaftlich betrachtet Froschlurche (Sahentia). Zusammen mit den Schwanzlurchen (Caudata) sowie den Blindwühlern (Apoda) bilden sie die Gruppe der Amphibien oder Lurche. Zu den Frosch-Lurchen gehören neben den Fröschen auch Kröten und Unken. Schwanzlurche hingegen sind alle Molche und Salamander.
Frösche pflanzen sich immer in stehenden Gewässern fort, die Fortpflanzung verläuft im Zyklus: aus dem Laich wird die Larve (Kaulquappe), daraus der Frosch. Die Kaulquappen besitzen noch Kiemen und Schwanz, haben aber keine Gliedmaßen und ernähren sich von Pflanzen. Viel später erst bilden sich Hinter- und Vorderbeine aus, die Kiemen werden zurückgebildet und Lungenatmung setzt ein. Anschließend geht das Tier an Land und ernährt sich dort von tierischer Beute.
Die wohl bekannteste Familie innerhalb der Froschlurche sind die Laubfrösche (Hyladae), die gekennzeichnet sind durch auffallendes zusätzliches Fingerglied und mit Haftscheiben versehene Finger und Zehen. Sie leben vor allem auf Bäumen, aber auch im Wasser. Weiterhin bekannt sind so exotisch klingende Arten wie Ruderfrösche, Krötenfrösche, Nasenfrösche und Krallenfrösche.


