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Fuchs

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Der Fuchsbandwurm...
ist ein Parasit, der nicht nur den Fuchs befällt. Neben Kleinnagern können auch Katzen, in selteneren Fällen Hund und Mensch betroffen sein. Fressen Haustiere infizierte Mäuse, werden sie zu so genannten Endwirten, in deren Darm sich geschlechtsreife Bandwürmer entwickeln.

Für die Tiere ist der Befall weniger gefährlich als für den Menschen. Gelangen Bandwurmeier über den Magen in den Darm, können von dort aus Larven in Leber oder Lunge wandern, wo sie sich zu wuchernden Zysten, so genannten Finnen, entwickeln. Im Laufe der Zeit werden dadurch die Organe weitgehend zerstört.

Der mit Bandwurmeiern befallene Kot der Haustiere ist Ansteckungsquelle Nummer eins. Allerdings muss der Mensch Bandwurmeier mit dem Mund aufnehmen, um sich zu infizieren. Im Umgang mit Vierbeinern ist Hygiene der beste Infektionsschutz. Hände dürfen nicht ungewaschen zum Mund geführt werden. Auch sollten Hunde und Katzen, die in der Nähe von Fuchspopulationen gehalten werden, regelmäßig entwurmt werden.

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Die Jagd geht weiter
Revolution in England? Sturm gar auf das britische Unterhaus? Fast könnte man sie so deuten, die Bilder, die im Herbst 2004 über alle Fernsehkanäle gingen. Stein des Anstoßes war die Jagd auf den Fuchs, nach guter alter englischer Art. Das Britische Unterhaus wollte dem aristokratischen Getümmel ein Ende setzen, und brachte prompt traditionsbewusste Jäger gegen sich auf.

Jäger sogar ganz ohne Waffen, wohlgemerkt, denn ein Schießgewehr braucht in England keiner. Den Akt des Tötens in Wald und Feld vollzieht eine Meute Hunde, scharf gemacht bis zur Raserei. Mit Abstand erst folgen die Gentlemen zu Pferd. Was von der Beute übrig bleibt, spottet schließlich jeder Beschreibung: ein blutiger Klumpen Fleisch.

Tierschützer prangern das wenig gentlemenlike Treiben schon lange an. Aber Vetos des Oberhauses - unterstützt von der Royal Family - verhinderten bis dato den legalen Stopp. Per Sondergesetz erzwang das Unterhaus am 15. September 2004 ein Verbot der brutalen Hetzjagd - eine "Kriegserklärung" in den Augen der überzeugten Verfechter des blutigen Sports. Bürgerkriegsähnliche Zustände herrschten denn auch während der Abstimmung; 19 Menschen wurden bei den Tumulten verletzt, mehrere festgenommen.

Und der Fuchs? Kann er seitdem unbehelligt von Jagdgesellschaften durchs Revier streifen? Von wegen: Der Hunting Act lässt genügend Schlupflöcher für Jagdliebhaber. Zu Tausenden gehen sie weiterhin auf die Pirsch, erledigen den Roten entweder auf legale Weise (per Gewehr) oder verfolgen künstlich gelegte Spuren und hoffen, dass ihren für die Hetzjagd gezüchteten Hunden nicht ein echter Fuchs vor die Nase kommt. Dann nämlich droht die Verhaftung. Das Thema wird die Briten jedenfalls auch in Zukunft beschäftigen.