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Fuchs

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Der schlaue Fuchs als Fabeltier...
entstammt nicht allein dem europäischen Kulturkreis. Ursprünge der vielschichtigen Motivik lassen sich bis ins vorchristliche Indien zurückverfolgen. Der altgriechische Fabeldichter Äsop brachte das Märchen vom verschlagenen Schakal nach Europa, wo es von den Dichtern Phädrus, Babrios und Avianus aufgegriffen und verbreitet wurde. Später wanderte das Motiv vom lateinischen in den französischen (Roman de Renart) und von dort über den flämischen (Van den vos Reynaerde) in den niederdeutschen Sprachraum.

Im Laufe der Jahrhunderte fand die Figur des Reineke Fuchs Eingang in Literatur, Volksdichtung und Kunst. So wurde die Fabelgestalt auf Gemälden, Spielkarten, Uhren, Porzellantellern und unzähligen Dingen mehr verewigt. Über zweitausend Kunstschätze dieser Art hat der Sammler Friedrich von Fuchs in den vergangenen fünf Jahrzehnten zusammengetragen. In seiner Sammlung befinden sich unter anderem graphische Blätter und illustrierte Buchausgaben, darunter auch die Erstausgabe des Goetheschen Reineke von 1794 sowie Original-Stahlstiche Wilhelm von Kaulbachs.

Als weltweit einzige ihrer Art wurde die Sammlung 1996 mit einem Eintrag im Guinness Buch der Rekorde gewürdigt. Mit Leidenschaft und wissenschaftlicher Akribie beschriftet, katalogisiert und dokumentiert Friedrich von Fuchs seine Exponate. Einen Eindruck vom außergewöhnlichen Hobby des gelernten Kunsthandwerkers kann sich der Interessierte in der Villa zum Fuchsbau verschaffen. So nennt der Sammler sein Haus im hessischen Linden; und hier hat er 1985 das Reineke-Fuchs-Museum eingerichtet.

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Den kompletten Reineke Fuchs gibt es im Projekt Gutenberg zum Nachlesen. Die größte deutschsprachige Literatursammlung im Internet ist auch sonst den Besuch wert: Auf rund 420.000 Textseiten präsentieren die Anbieter dort zum Beispiel 1.700 vollständige Romane, Erzählungen und Novellen.