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Gänse

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Fünfzehn wilde Arten
In der Zoologie ist der Name "Gans" eine Sammelbezeichnung für große Entenvögel mit mittellangem Hals. Dazu zählen Echte Gänse, Schwäne und Hühnergänse. Echte Gänse lassen sich einteilen in Feld- und Meergänse, insgesamt sind 15 wilde Arten bekannt. Ihr Gefieder ist schwarzweiß, grau oder braun; Männchen und Weibchen unterscheiden sich farblich nicht.

Alle Arten Echter Gänse leben auf der Nordhalbkugel. In Mitteleuropa kennt man vor allem die Graugans, während die größere Kanadagans meist in Nordamerika vorkommt. Brutgebiete von Gänsen liegen fast ausschließlich in Sibirien: Um dem arktischen Winter zu entgehen, legen Gänsescharen im Herbst bis zu sechstausend Kilometer Richtung Südwesten zurück.

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Instinkt und Dressur
Mitunter rollt ein Gänseei aus dem Nest. Ihr Instinkt veranlasst die brütende Gans, das Ei durch typische Bewegungen ins Nest zurück zu holen: Mit lang gestrecktem Hals greift sie über das Ei hinweg, und rollt es dann mit der Unterseite ihres Schnabels. Damit ihr das Ei nicht seitlich entgleitet, führt sie pendelnde Balancierbewegungen durch.

Der Clou: Wird das Ei im Experiment entwendet, praktiziert die Gans ihre "Rückholstrategie" trotzdem. Die zusätzliche Pendelbewegung allerdings unterbleibt. An diesem Beispiel unterschied Konrad Lorenz ererbtes, nicht korrigierbares Verhalten von in der Situation erworbenem.