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Dieser Artikel gehört zu den Themen

Geparde
Raubkatze

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Jagdgeschick
"Der Gepard ist ein echtes Steppentier, welches sich seinen Unterhalt weniger durch Kraft als durch Behändigkeit erwerben muss. Seine Nahrung besteht hauptsächlich in den mittelgroßen und kleinen Wiederkäuern, welche in seinem Gebiete leben, und ihrer weiß er sich mit Geschicke zu bemächtigen." (Alfred Brehm)

Auf die Jagd nach Antilopen oder Gazellen geht der Gepard, als einziger seiner Art, gewöhnlich am Tag. Hat er ein Beutetier entdeckt, schleicht er sich langsam an das Opfer heran. Hebt es den Kopf, hält der Gepard wie erstarrt in seiner Bewegung inne. Erst, wenn das Tier wegschaut, schleicht er weiter, um schließlich zum Angriff anzusetzen.

Rasend schnell hetzt der Gepard dem flüchtenden Tier nach und wirft es mit einem kräftigen Schlag seiner Vorderpfote zu Boden, packt es an der Kehle und erstickt es. Seine Spitzengeschwindigkeiten hält er aber nur wenige hundert Meter durch - nicht alle seine Jagden verlaufen deshalb erfolgreich.

Und selbst nach glücklicher Jagd lauern Probleme: Bevor der Gepard die Beute fressen kann, muss er einige Minuten ausruhen. Und während dieser Zeit machen dem erschöpften Jäger nicht selten andere Raubkatzen die Beute streitig - Leoparden, Löwen und sogar Hyänen kann sich der körperlich schwächere Gepard kaum erwehren.

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Zahme Jagdhelfer
Des Gepards "angeborene List und Jagdfähigkeit musste den achtsamen Bewohnern seiner Heimat auffallen und sie zu dem Versuche reizen, die Jagdkunst des Tieres für sich zu benutzen." (Alfred Brehm)

Um 3000 v. Chr. haben bereits die Sumerer Geparde gezähmt und für die Jagd abgerichtet, rund anderthalbtausend Jahre später fanden auch die ägyptischen Pharaonen Gefallen an den Jagdgehilfen. Selbst in Europa war die Jagd mit Geparden in Mode: Kaiser Leopold I. von Österreich hetzte um 1700 zwei abgerichtete Exemplare - ein Geschenk des türkischen Sultans - auf Hasen und Rehe.

Alfred Brehm berichtet, wie in Indien zahme Geparde auf Karren zu den Wildplätzen gezogen wurden, da man nur so nah genug an die Beute herankam. Allerdings fehlt von Menschenhand aufgezogenen Geparden der Jagdtrieb. Deswegen, und auch, weil Nachzuchten erfolglos blieben, musste stets für neuen Nachschub aus freier Wildbahn gesorgt werden.