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Hasen

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Der Feldhase...
(Lepus europaeus) ist in Europa, Westasien und Nordafrika beheimatet. Ursprünglich besiedelte er die Steppe, kommt aber auch in abwechslungsreichen Kulturlandschaften gut zurecht. Die Tiere leben als Einzelgänger und sind sehr standorttreu.

Tagsüber hocken sie in Mulden oder Gruben (Sassen); in der Dämmerung gehen sie auf die Suche nach Nahrung: Kräuter und Gräser, Getreide und andere Feldfrüchte, Knospen und Triebe stehen auf dem Speiseplan. Bei der Verdauung entsteht im Darm des Feldhasen ein vitaminreicher Brei, den das Tier nach dem Ausscheiden aufnimmt und ein weiteres Mal verdaut.

Derzeit gibt es in Deutschland rund 16 Hasen pro Quadratkilometer ihres Lebensraums, wobei die räumliche Verteilung sehr ungleich ist: In einigen Regionen im Nordwesten und Westen des Landes leben mehr als 150, in manchen östlichen Gebieten weniger als zwei Exemplare pro Quadratkilometer. Einige Bundesländer führen den Feldhasen inzwischen auf der Roten Liste.

Nach Jahrzehnten des Rückgangs steigen die Bestände seit ein paar Jahren leicht an, was Wissenschaftler auf die warmen und trockenen Jahre 2003 ("Jahrhundertsommer") und 2007 zurückführen. Das flinke Tier mit den kräftigen Hinterbeinen ist ein beliebtes Jagdziel: In der Jagdsaison 2007/08 betrug die Strecke mehr als 525.000 Feldhasen.