In guter Gesellschaft
Kein Haustier lebt in einer so engen Beziehung mit dem Menschen wie der Hund. Das funktioniert gut, da Hunde höchst soziale Wesen sind - und obendrein bereit, sich dem Menschen unterzuordnen.Lord Byron und sein Neufundländer Boatswain - 1808 schrieb der Poet sogar ein Gedicht über den Hund, lobte dessen Stärke ohne Übermut und Schönheit ohne Eitelkeit.
Eine andere Theorie besagt, dass Wölfe auf Futtersuche um menschliche Behausungen schlichen und so ihre Scheu ablegten. Im Gegenzug ernährte sich der Mensch in kargen Zeiten von ihrer Jagdbeute. Es entstand eine Nutzbeziehung, in der Menschen das Wildtier nach ihren Vorstellungen formten.
Für Nahrung und Heim
Der domestizierte Wolf ergab sich dem Menschen, den er als Alphatier anerkannte, für Nahrung und Heim. Dafür ließ er sich formen, seinen Paarungspartner vorschreiben, verwöhnen oder aussetzen. Für die Bevorzugung leistete der Hund dem Menschen Dienste und bot ihm Gesellschaft. Es entwickelte sich die engste Beziehung, die es zwischen Mensch und Tier je gab.
Jäger, Wächter, loyaler Freund
Dabei waren die Anforderungen, die der Mensch an seinen Gefährten stellte, schon immer sehr hoch: Er sollte Jäger, Wächter, Hüter, Arbeiter oder loyaler Freund sein. Aus diesem Grund wurden Rassen gezüchtet, die über ganz besondere Fähigkeiten verfügten. Die Beziehung, die der Mensch zu seinem Begleiter einging, kann als zwiespältig bezeichnet werden. Sie ist einerseits eine reine Nutzensgemeinschaft. Andererseits gehen viele Halter mit ihrem Hund auch eine liebevolle Verbindung ein. Im schlimmsten Fall kann die "Liebesbeziehung" in Sodomie - genauer Zoophilie - ausarten.
Im Lauf ihrer Selektierung und Domestikation entwickelten Hunde erstaunliche Fähigkeiten: Sie können die Absichten des Menschen verstehen. Bei so viel Einfühlungsvermögen ist es nicht verwunderlich, dass mancher die Gesellschaft eines Hundes der seiner eigenen Artgenossen vorzieht, besonders, wenn er mit letzteren schon schlechte Erfahrungen gesammelt hat. Oft wird der Hund dann zum "Menschen ehrenhalber", der, wie es eine Züchterin in der Times formulierte: zu "einem Schwamm" gemacht wird, "der menschliche Gefühle aufsaugt."
Kein Horror vor Exkrementen
Und das, obwohl Hunde im Altertum lange Zeit verpönt waren, weil sie - wie Siegmund Freud es später beschrieb - "keinen Horror vor Exkrementen empfanden und sich ihrer sexuellen Funktionen nicht schämten". Doch die Verachtung wich schnell wieder der viel mächtigeren Liebe. Liebe und Verehrung prägten oft die Beziehung zwischen Mensch und Hund, der für viele "der einzige selbstlose Freund ist, den wir haben in dieser Welt voll Selbstsucht, der einzige,
Mensch und Hund: Nähe ist wichtig, doch die Liebe zum Tier kann kein Ersatz für zwischenmenschliche Beziehungen sein.
Bei aller Liebe
Der angeblich "beste Freund des Menschen" vermittelt mit seiner einfachen Gestik und Mimik Nähe und Interesse - wichtige Dinge, die Menschen in ihrem Miteinander häufig vermissen lassen. Doch eines sollte bei aller Liebe nicht vergessen werden: Ein Hund ist ein Hund - und kein Menschen-Ersatz!
Christiane Nienhold (aktualisiert 10.09.2008)
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Canis lupus forma familiaris...
lautet die wissenschaftliche Bezeichnung für den Hund. Sie bedeutet nichts anderes als "Wolf - domestizierte Hausform". Erst seit 1993 wird der Name so in der Säugetierklassifikation geführt, denn Jahrzehnte lang sah man den Hund als eigene Spezies an.
Doch genetische Untersuchungen von Wölfen und Hunden in den USA bewiesen, dass das Haustier vom Wolf abstammt. Auch wenn dies bei der Vielfalt der Rassen - vom tapsigen Pudel bis zur bulligen Dogge - kaum zu glauben ist.
Zu Beginn hatte sich die Mensch-Tier-Gemeinschaft auf der Suche nach ausreichend Nahrung bewährt. Der schnelle und intelligente Jäger mit den scharfen Zähnen hetzte die vom Menschen angeschossene Beute zu Tode.
Als der Mensch dann sesshaft wurde, fand er neue Aufgaben für seinen Gefährten, passte ihn den neuen Anforderungen an: So wurden die wichtigsten Zuchtlinien wie Jagd-, Wach- und Hütehunde von 500 v. Chr. bis circa 500 n. Chr. entwickelt. Moderne Hunderassen entstanden etwa zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert.
lautet die wissenschaftliche Bezeichnung für den Hund. Sie bedeutet nichts anderes als "Wolf - domestizierte Hausform". Erst seit 1993 wird der Name so in der Säugetierklassifikation geführt, denn Jahrzehnte lang sah man den Hund als eigene Spezies an.
Doch genetische Untersuchungen von Wölfen und Hunden in den USA bewiesen, dass das Haustier vom Wolf abstammt. Auch wenn dies bei der Vielfalt der Rassen - vom tapsigen Pudel bis zur bulligen Dogge - kaum zu glauben ist.
Zu Beginn hatte sich die Mensch-Tier-Gemeinschaft auf der Suche nach ausreichend Nahrung bewährt. Der schnelle und intelligente Jäger mit den scharfen Zähnen hetzte die vom Menschen angeschossene Beute zu Tode.
Als der Mensch dann sesshaft wurde, fand er neue Aufgaben für seinen Gefährten, passte ihn den neuen Anforderungen an: So wurden die wichtigsten Zuchtlinien wie Jagd-, Wach- und Hütehunde von 500 v. Chr. bis circa 500 n. Chr. entwickelt. Moderne Hunderassen entstanden etwa zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert.




