Anspruchsvolle Genießer
Katzen sind beliebte Haustiere. Damit sich die verschmusten Einzelgänger wohlfühlen, ist Einiges zu beachten. Das beginnt natürlich mit dem richtigen Futter.Nach der Mahlzeit ein kleines Nickerchen - Katzen schätzen feine Lebensart. (Franz Marc, Gemälde von 1912)
Ein altes Bündnis
Die Vorgänger der heutigen Hauskatze, die Nubischen Falbkatzen, hielten die ägyptischen Kornspeicher frei von Mäusen und Ratten. Dafür versorgte sie der Mensch in Notzeiten. Aus diesem Zweckbündnis hat sich im Laufe der Jahrtausende mit der Verbreitung der Katze über die Kontinente eine Gemeinschaft gebildet. Allein in Deutschland leben heutzutage über 7,5 Millionen Katzen. Damit haben sie dem Hund den Rang als beliebtestes Haustier abgelaufen. Mit Züchtungen in vier Kategorien von Rassekatzen hat der Mensch noch zu ihrer Vielfalt beigetragen.
Wohnung als Revier
Mäuse erlegen die flinken Jäger nur noch, wenn sie auf einem Bauernhof leben oder das Stadthaus einen Garten hat. In der Wohnung müssen sie auf diese Aufgabe meist gänzlich verzichten. Ihre natürlichen Fähigkeiten und Instinkte sind Katzen dennoch geblieben. Beim Spiel mit dem Bindfaden oder dem Ball schulen sie ihre Geschicklichkeit, wofür sich der Mensch Zeit nehmen muss. Das Bücherregal hat den Baum ersetzt, dessen Lage freie Sicht über das Revier ermöglicht. Das Körbchen ist die schützende Höhle, in der sich die Katzen zum Schlafen niederlassen.
Esskultur
Katzen sind Genießer, sie schlingen ihr Futter nicht hinunter, sondern fressen in Ruhe und mit Bedacht an einem gemütlichen Plätzchen. Tischabfälle sind allerdings kein geeignetes Futter. Am besten schmeckt Fertignahrung aus der Dose, denn die Hersteller kommen mit ihren Produkten der idealen Katzenspeise - dem Mäuschen - am nächsten.
Lautstarker Protest
Fleisch muss also stets dabei sein, weiterhin sollten innere Organe, pflanzliche Stoffe und unverdauliche Teile wie Knochen nicht fehlen. Letztere regen die Verdauung an oder werden einfach wieder ausgespuckt. Haben Katzen Hunger, sagen sie es auf ihre Weise. Meist protestieren sie lautstark, falls der Fressnapf leer sein sollte. Zweimal am Tag, zu festgelegter Uhrzeit, sollten sie gefüttert werden. Milch ist dabei ein weiterer Energielieferant, den aber nicht alle Katzen vertragen. Wasser löscht den Durst viel besser.
Von Plaudern bis Fauchen
Will Katze dem Herrchen oder Frauchen nach einem leckeren Mahl sagen, dass sie sich freut, wird sie ihren Schwanz mit leicht nach vorn gebogener Spitze erheben. Schnurrt sie dabei noch, fühlt sie sich rundum wohl. Mit sechzehn Stimmlauten und entsprechender Körpersprache und Mimik drückt sich eine Katze aus, so der Verhaltensforscher Dr. Michael Fox. Diese reichen vom Plauderton bis zum erbosten Fauchen.
Bedingt gesellschaftsfähig
Benehmen sich verschiedene Haustiere wie Hund und Katz, liegt das daran, dass beide nicht dieselbe Sprache sprechen und einander missverstehen - sie reden also schlicht aneinander vorbei. Wenn Hund und Katze allerdings gemeinsam aufwachsen, können sie sogar voneinander lernen. Ähnliches gilt für eine Gemeinschaft von mehreren Katzen: Eigentlich sind die Tiere Einzelgänger und mögen es überhaupt nicht, wenn ein Fremder in ihr Revier eindringt. Kater versprühen dann ihre berühmten Duftmarken - dagegen und gegen zu viel Nachwuchs hilft nur die Kastration. Günstiger ist es, wenn mehrere Tiere von Jugend auf aneinander gewöhnt werden, dann können sich echte Tier-Freundschaften entwickeln.
Sieben Leben
Sieben Leben soll eine Katze haben. Diesen Ruf verdanken die Tiere wahrscheinlich ihrer Robustheit gegenüber Verletzungen. Dennoch sind sie vor Krankheiten nicht gefeit. Schwer setzen den Tieren besonders Infektionen und seelische Leiden zu. Es gibt aber bereits Impfungen gegen viele der typischen Katzenkrankheiten wie Leukose oder Katzenseuche.
Hohes Alter
Besonders die Impfung gegen Tollwut muss jährlich erneuert werden, da diese von Viren übertragene Krankheit auch den Menschen befallen und für ihn tödlich enden kann. Geht es der Katze bei ihrem Besitzer gut, kann sie zehn bis fünfzehn Jahre alt werden. Im Jahr 1939 starb die vermutlich langlebigste Katze der Welt - mit siebenunddreißig Jahren.
Christiane Nienhold (aktualisiert 18.03.2009)
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Infobox
Warum gibt es eigentlich kein Katzenfutter mit Mausgeschmack? Viele Fragen ranken sich ums Futter für die pelzigen Vierbeiner. Die erste Frage ist leicht zu beantworten: zum einen müssten Futterhersteller Mäuse extra für Katzenfutter züchten, zum anderen wäre die Herstellung viel zu teuer: Schweine- oder Rindfleischreste aus Schlachtbetrieben aufzukaufen ist günstiger.
Andere Fragen sind schwieriger: Wie füttert man überhaupt richtig? Katzen sind von Natur aus reine Fleischfresser, brauchen daher einen hohen Fleischanteil in ihrer Nahrung. Auch Innereien und unverdauliche Bestandteile sollten enthalten sein. Katzen kann man durchaus mit rohem Fleisch, so genanntes barfen, ernähren, allerdings ist es ratsam, sich in diesem Fall vorher über die genauen Bedürfnisse der Katzen zu informieren.
Bei industriell hergestelltem Futter sollte man kritisch auf die Inhaltsstoffe schauen. Viele Futterangebote enthalten beispielsweise Zucker. Katzen können jedoch "süß" nicht schmecken, der Zucker ist ausschließlich für Herrchen oder Frauchen da: er färbt das Futter braun und lässt es saftiger und stückiger erscheinen. Für Katzen hingegen ist er ohne Nutzen, greift die Zähne an und enthält unnötige Kalorien.
Auch Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe sind überflüssig. Futterreste sollte man schnell entsorgen und auch den Napf säubern, da Katzen sehr reinlich sind. Auch vermeiden sie es, an ihrer Futterstelle zu trinken, daher sollten mehrere Wassernäpfe mit immer frischem Wasser an verschiedenen Stellen in der Wohnung verteilt sein.
Andere Fragen sind schwieriger: Wie füttert man überhaupt richtig? Katzen sind von Natur aus reine Fleischfresser, brauchen daher einen hohen Fleischanteil in ihrer Nahrung. Auch Innereien und unverdauliche Bestandteile sollten enthalten sein. Katzen kann man durchaus mit rohem Fleisch, so genanntes barfen, ernähren, allerdings ist es ratsam, sich in diesem Fall vorher über die genauen Bedürfnisse der Katzen zu informieren.
Bei industriell hergestelltem Futter sollte man kritisch auf die Inhaltsstoffe schauen. Viele Futterangebote enthalten beispielsweise Zucker. Katzen können jedoch "süß" nicht schmecken, der Zucker ist ausschließlich für Herrchen oder Frauchen da: er färbt das Futter braun und lässt es saftiger und stückiger erscheinen. Für Katzen hingegen ist er ohne Nutzen, greift die Zähne an und enthält unnötige Kalorien.
Auch Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe sind überflüssig. Futterreste sollte man schnell entsorgen und auch den Napf säubern, da Katzen sehr reinlich sind. Auch vermeiden sie es, an ihrer Futterstelle zu trinken, daher sollten mehrere Wassernäpfe mit immer frischem Wasser an verschiedenen Stellen in der Wohnung verteilt sein.



