Bedrohte Schönheit
Seit jeher ist der Mensch von der bizarren Unterwasserwelt der Korallen fasziniert. Doch die einzigartigen, Jahrtausende alten "Regenwälder der Meere" sind in großer Gefahr.Noch ist das größte und bekannteste Korallenriff der Welt, das Great Barrier Reef, vom All aus sichtbar. Es liegt im Nordosten Australiens und erstreckt sich mit mehr als zweieinhalbtausend Einzelriffen über eine Länge von etwa zweitausend Kilometern. Das Riff ist nicht nur natürlicher Küstenschutz vor Flutwellen, sondern bietet einen einzigartigen Lebensraum für fast vierhundert Korallenarten und tausende Arten von Fischen, Pflanzen und andere im Wasser lebende Organismen. Wie lange noch?
Nicht mehr zu retten
Die Zerstörung der Korallenriffe schreitet immer weiter voran. Laut World Wild Fund For Nature (WWF) sind weltweit bereits ein Viertel aller Korallenriffe zerstört und bis zu siebzig Prozent befinden sich in einem kritischen Zustand. Einige Riffkulturen sind wohl nicht mehr zu retten.
Klimawandel stoppt Wachstum
Speziell der Klimawandel bedroht den Lebensraum der Korallen. Die Riffe reagieren extrem empfindlich auf Temperaturschwankungen. Die optimale Umgebungstemperatur für Korallen liegt zwischen 26 und 27 Grad Celsius; nur bei diesen Temperaturen können sie wachsen. Aber die immer dünner werdende Ozonschicht lässt einen hohen Anteil an UV-Strahlen hindurch, die vor allem Korallen im flachen Wasser angreifen. Der so genannte Treibhauseffekt sorgt für steigende Temperaturen und einen kontinuierlichen Anstieg des Meeresspiegels.
Die rote Edelkoralle corallium rubrum: sehr begehrt für die Schmuckverarbeitung.
Eine Folge ist, dass Korallenkolonien und ihre lichtabhängigen Bewohner immer mehr vom Licht an der Wasseroberfläche entfernt werden. Damit haben sie es zunehmend schwerer, ihre Stoffwechselprozesse aufrecht zu erhalten. Übersteigt die Wassertemperatur rund um das Riff den kritischen Wert von 32 Grad Celsius, setzt die so genannte Korallenbleiche ein - die Korallenstöcke verlieren ihre leuchtenden roten, gelben, violetten, grünen oder blauen Farben.
Erschreckend hohe Absterberate
Sie wachsen langsamer und sterben bei anhaltender Dauerbelastung sogar. Treten derartige Extrembedingungen nicht allzu oft auf, können sich Korallen, sofern sie nicht bereits beschädigt sind, wieder erholen. Doch nicht überall ist das möglich. Die Absterberate von Korallenriffen zum Beispiel rund um die Malediven liegt bei erschreckenden neunzig Prozent.
Biochemisches Ungleichgewicht
Zu schaffen macht den Korallen noch eine andere Folge des Treibhauseffekts: je mehr Kohlendioxid im Wasser gelöst wird, umso mehr sinkt dessen pH-Wert und es übersäuert. Die Koralle baut durch das biochemische Ungleichgewicht mehr Kalk ab, als sie reproduzieren kann. Sie wächst immer langsamer und verschwindet irgendwann...
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Korallenschmuck
Seit Jahrtausenden verwendet der Mensch Korallen als Schmucksteine; schon Sumerer, Assyrer und Phönizier fertigten Ketten und anderes Geschmeide aus diesem wertvollen Material. Korallen sollen vor bösen Mächten schützen, Energie und Lebenskraft sammeln. Hersteller von Schmuck bezeichnen sie häufig als organische Edelsteine.
Da blaue und schwarze Korallen unter Naturschutz stehen, ist ihre Verarbeitung verboten. Anders bei Korallenarten in Rosa- und Rottönen; diese Arten kommen noch recht häufig vor. Sehr begehrt für die Schmuckverarbeitung ist, wegen der unverwechselbaren Farbe, die rote Edelkoralle. Etwas preisgünstiger sind Wurzel- und Schaumkorallen; sie dienen oft als Ersatz.
Während die Wurzelkoralle eine eigenständige Korallenart ist und auch Korallensträucher bildet, ist die Schaumkoralle lediglich ein Bestandteil der japanischen Momo-Koralle. Als Schmucksteine werden Korallen zu runden beziehungsweise ovalen Formen oder Skulpturen verarbeitet. Die von Natur aus matte Oberfläche wird meist auf Hochglanz poliert.
Schmuck aus Korallen gibt es in Form von Broschen, Armbändern, Halsketten, Colliers oder Ohrringen. Neben der Verarbeitungsqualität bestimmt auch die Gleichmäßigkeit von Farbe und Form den Wert des Korallenschmucks.
Seit Jahrtausenden verwendet der Mensch Korallen als Schmucksteine; schon Sumerer, Assyrer und Phönizier fertigten Ketten und anderes Geschmeide aus diesem wertvollen Material. Korallen sollen vor bösen Mächten schützen, Energie und Lebenskraft sammeln. Hersteller von Schmuck bezeichnen sie häufig als organische Edelsteine.
Da blaue und schwarze Korallen unter Naturschutz stehen, ist ihre Verarbeitung verboten. Anders bei Korallenarten in Rosa- und Rottönen; diese Arten kommen noch recht häufig vor. Sehr begehrt für die Schmuckverarbeitung ist, wegen der unverwechselbaren Farbe, die rote Edelkoralle. Etwas preisgünstiger sind Wurzel- und Schaumkorallen; sie dienen oft als Ersatz.
Während die Wurzelkoralle eine eigenständige Korallenart ist und auch Korallensträucher bildet, ist die Schaumkoralle lediglich ein Bestandteil der japanischen Momo-Koralle. Als Schmucksteine werden Korallen zu runden beziehungsweise ovalen Formen oder Skulpturen verarbeitet. Die von Natur aus matte Oberfläche wird meist auf Hochglanz poliert.
Schmuck aus Korallen gibt es in Form von Broschen, Armbändern, Halsketten, Colliers oder Ohrringen. Neben der Verarbeitungsqualität bestimmt auch die Gleichmäßigkeit von Farbe und Form den Wert des Korallenschmucks.




