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Dieser Artikel gehört zu den Themen

Löwe
Raubkatze
Raubtiere

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Leben im Rudel
Das größte Landraubtier Afrikas mag es gesellig: Löwen leben, im Unterschied zu anderen Großkatzen, in Gruppen von bis zu dreißig Tieren - bevorzugt in Savannen mit schattigen Plätzen und Wasserstellen. Die männlichen Tiere stehen in der Rangordnung über den Weibchen. Während letztere jagen und für den Nachwuchs sorgen, verteidigen die Männchen das Revier.

Ein solches Revier umfasst bis zu vierhundert Quadratkilometer. Zur Jagdbeute zählen vor allem Antilopen, Gazellen und Zebras. Die Männchen bekommen nach der Jagd ihren "Löwenanteil": Laut Rangfolge sind sie zuerst mit Fressen dran, danach die Weibchen und zuletzt die Jungen.

Während die Weibchen ihr Leben lang beim Rudel bleiben, werden Löwenmännchen häufig von Konkurrenten verdrängt. Meist leben sie dann als Einzelgänger und müssen sich mit den Hyänen um Aas streiten: Die imposante Mähne macht den Löwen nämlich für Beutetiere sichtbar und verhindert so häufig den Jagderfolg. Im Kampf ums Aas flößt sie Nahrungskonkurrenten immerhin solchen Respekt ein, dass die oft freiwillig dem Löwen ihre Beute überlassen.

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Tierschützer schlagen Alarm
Anfang der 1980er Jahre lebten noch rund 200.000 Löwen in Afrika. Heute vermuten Experten nur noch etwa 23.000 bis 39.000 Exemplare. Lediglich im Grasland der Serengeti und im Selous-Wildreservat in Tansania sowie im Okawango-Delta in Botswana und im Kruger-Nationalpark in Südafrika gibt es noch nennenswerte Bestände.

Neben eingeschleppten Krankheiten und der Zerstörung von Lebensraum bereitet den Großkatzen vor allem die makabre Trophäenjagd ernste Probleme. Zwar besteht noch keine Gefahr einer Ausrottung, doch schon bald könnten die Nationalparks zu den letzten Zufluchtsstätten der Löwen werden.

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Wappentier
Leipzig hat einen, der Freistaat Thüringen hat einen, Baden-Württemberg hat sogar drei: Der Löwe ist ein beliebtes Wappentier. Seit Jahrtausenden schmücken Städte, Familien und Persönlichkeiten (wie Heinrich der Löwe) ihr Wappen mit dem "König der Tiere", um damit Mut, Stärke und Königlichkeit zu symbolisieren.

Älteste bildliche Darstellungen der Großkatze stammen aus der Steinzeit und sind dreißigtausend Jahre alt. Im antiken Griechenland wurde das Tier häufig als hungrige Bestie dargestellt; in der christlichen Ikonographie ist ein geflügelter Löwe Attribut des Evangelisten Markus.

Berühmtes Beispiel einer Löwengestalt in Ägypten ist der Sphinx von Gizeh: Über die Funktion des mehr als siebzig Meter langen und rund zwanzig Meter hohen Löwen mit Menschenkopf herrscht jedoch Uneinigkeit: Wurde er erschaffen, um die Pyramiden zu bewachen, oder ist er vielleicht Abbild eines großen Pharao?  Immerhin, die Araber hatten gehörigen Respekt vor dem Sphinx - sie nannten ihn Abu el-hol, "Vater des Schreckens".