Von wegen verschlafen
Warum bloß nennen Zoologen die Murmeltiermänner Bären, die Weibchen Katzen und die Jungtiere Äffchen? Dem Nager selbst ist es wahrscheinlich ziemlich egal, wie man ihn anspricht. Er hält sich vom Menschen lieber fern.An den schneebedeckten Gebirgshängen der Alpen schwört man bis heute darauf: Murmeltierfett ist das Mittel gegen Rheuma und Gelenkbeschwerden. Immerhin scheinen dem possierlichen Nager die langen Monate, die er während des harten Bergwinters in seiner kalten, feuchten Höhle verbringt, kaum etwas auszumachen. Zumindest hat sich noch kein Murmeltier nach dem Erwachen über schmerzende Gliedmaßen beschwert. Inzwischen weiß man auch, warum: Sein Fett enthält Kortisonstoffe, und die wirken entzündungshemmend.
Fern vom menschlichen Treiben
Das Murmeltier tut gewiss gut daran, weiterhin einen Großteil des Jahres einfach von der Bildfläche zu verschwinden. Und nicht nur, um dem üblichen Schicksal aller Arznei-Lieferanten zu entgehen: Seine Feinde - Fuchs, Adler und auch der Mensch - haben das Tier zum Fressen gern. Während erstere dem armen Geschöpf im Freien auflauern - wenn es sich auf Nahrungssuche zu weit vom schützenden Bau entfernt -, machte sich der zweibeinige Jäger zu früheren Zeiten sogar die Mühe, es aus seiner Höhle auszugraben. Was blieb dem Murmeltier anderes übrig, als sich in einsame Gebirge, vom menschlichen Treiben so fern wie möglich, zurückzuziehen?
Mehr oder weniger große Gruppen
Einsamkeit schätzt der nahe Verwandte des Eichhörnchens aber nur in Bezug auf seinen Lebensraum. Vom Alleinsein, als sozialem Zustand, hält das Pelztier nämlich nichts. In mehr oder weniger großen Gruppen lebt es bevorzugt in Höhen zwischen tausend und zweieinhalbtausend Metern. Dort zieht es die südlichen Hänge vor - selten genug kommt der kleine Sonnenanbeter in diesen rauen Regionen in den Genuss wärmender Strahlen.
In Phunxsutawney in den USA sagt ein Murmeltier das Wetter vorher. Jedes Jahr am 2. Februar muss das pelzige Orakel seinen Winterschlaf unterbrechen - da ist Murmeltiertag.
Allzu heiß mag es das Murmeltier aber auch nicht. Bestens an winterliche Kälte angepasst, empfindet es zu hohe sommerliche Temperaturen als Belastung. In der warmen Jahreszeit zieht es sich mittags in seinen Bau zurück, hält dort Siesta und nimmt nur an kühlen Tagen ein ausgiebiges Sonnenbad. Doch auch während länger andauernder Schlechtwetterphasen bleibt das Murmeltier lieber in seiner Erdhöhle. Der Nager, dem Minusgrade nichts anhaben können, entpuppt sich im Sommer als richtiges Sensibelchen.
Wachsamkeit ist gefragt
Berühmt ist das Murmeltier vor allem für seinen ausgiebigen Winterschlaf. Um aber bis zu sieben Monate im Energiesparmodus überleben zu können, ist in der kurzen Zeit der Aktivität besonderer Fleiß und, im wahrsten Sinne des Wortes, Wachsamkeit gefragt. Wenn der Langschläfer im Frühling wieder aus seinem Bau kriecht, heißt es erst einmal Fressen...
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Phunxsutawney Phil...
lautet der beinahe unaussprechliche Name eines pelzigen Orakels im idyllischen Pennsylvania. Benannt nach seinem verschlafenen Heimatort, hat es Murmeltier Phil zu einiger Berühmtheit gebracht.
Jedes Jahr am 2. Februar versammeln sich tausende Einwohner und Gäste um Phils Bau und erwarten seine Wetterprognose für die nächsten Wochen. Das aus dem Winterschlaf gerissene Tier schaut heraus - und wenn es seinen eigenen Schatten sieht, ist ein naher Frühling unwahrscheinlich.
Phil zumindest zieht es vor, erschrocken vom grellen Licht der Sonne und der vielen Kamerascheinwerfer, wieder im Bau zu verschwinden und seinen Schlaf fortzusetzen. Mittlerweile ist der so genannte Groundhog Day, auch durch den Film Und täglich grüßt das Murmeltier (1993), welcher sich um das Spektakel dreht, zum landesweiten Medienereignis geworden.
lautet der beinahe unaussprechliche Name eines pelzigen Orakels im idyllischen Pennsylvania. Benannt nach seinem verschlafenen Heimatort, hat es Murmeltier Phil zu einiger Berühmtheit gebracht.
Jedes Jahr am 2. Februar versammeln sich tausende Einwohner und Gäste um Phils Bau und erwarten seine Wetterprognose für die nächsten Wochen. Das aus dem Winterschlaf gerissene Tier schaut heraus - und wenn es seinen eigenen Schatten sieht, ist ein naher Frühling unwahrscheinlich.
Phil zumindest zieht es vor, erschrocken vom grellen Licht der Sonne und der vielen Kamerascheinwerfer, wieder im Bau zu verschwinden und seinen Schlaf fortzusetzen. Mittlerweile ist der so genannte Groundhog Day, auch durch den Film Und täglich grüßt das Murmeltier (1993), welcher sich um das Spektakel dreht, zum landesweiten Medienereignis geworden.



