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Pferd

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Kleine Vorfahren
Der Vorfahr unseres Hauspferdes ist nur einen Meter dreißig groß, hat kurze Beine und einen gedrungenen Körper: Von den ursprünglich drei Unterarten des Wildpferdes hat als einziges das Asiatische Wildpferd in seiner ursprünglichen Gestalt überlebt. Einst war das asiatische Wildpferd in den Steppen Zentralasiens beheimatet, bis es der Mensch durch Jagd und Weidewirtschaft immer mehr zurückdrängte.

1878 brachte der russische Oberst Nikolai Przewalski von einer Reise einen Schädel und ein Fell des ungewöhnlichen Tieres mit und machte es in wissenschaftlichen Kreisen bekannt. Mit Hilfe von Fangexpeditionen gelangten mehrere Tiere nach Europa. In den Zoos überlebte das Przewalski-Pferd, in Freiheit wurde es 1970 ausgerottet.

Zwanzig Jahre später begann mit Zuchttieren aus Zoologischen Gärten eine Auswilderung in die Berge der zentralen Mongolei, die bis heute erfolgreich verläuft. Dort leben die Tiere ihrer Natur entsprechend in hierarchisch organisierten Gruppen. Zu einem Leithengst gehören meist drei bis vier Weibchen mit Nachwuchs. Mittlerweile existieren weltweit ungefähr zweitausend Przewalski-Pferde, die von Tieren aus dem Weltzuchtprogramm zur Erhaltung der Art abstammen.

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Wildpferde
Umgangssprachlich bezeichnet man heute einige halbwild oder wild lebende Pferderassen, die von Hauspferden abstammen als Wildpferde. Viele der Tiere leben zwar frei, haben aber einen Besitzer.

Als Wildpferde gelten beispielsweise das Dülmener Wildpferd, das Camargue-Pferd und der amerikanische Mustang.

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Wildpferde verlief von Alaska bis Iberien über die Steppen und Wiesen Eurasiens. Heute ist das erst spät entdeckte Przewalski-Pferd die einzige überlebende Rasse mit Wildpferdblut-Anteil.

Die Weltnaturschutzunion (IUCN) setzte das Tier auf die Rote Liste gefährdeter Arten, sein Gefährdungsstatus wird mit Critically Endangered angegeben.