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Raben

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Rabe oder Krähe?
Biologisch gesehen gibt es die Unterscheidung zwischen Rabe und Krähe nicht - beide gehören zur Gattung Corvus. Lediglich der Volksmund nennt die größeren Vertreter Raben und die kleineren Krähen. In Europa verbreitete Raben und Krähen sind Aaskrähe, Saatkrähe, Nebelkrähe, Dohle und Kolkrabe.

Der größte Vertreter der Gattung Corvus ist der Kolkrabe. Mit fast anderthalb Kilogramm Gewicht und einer Flügelspannweite von bis zu 130 Zentimetern übertrifft er an Größe sogar den Mäusebussard.

Der Kolkrabe ist in großen Teilen Nordamerikas, Europas und Asiens beheimatet. Dort kommt der anpassungsfähige Vogel in einer Vielzahl von Lebensräumen vor, von den küstennahen Regionen Grönlands bis ins heiße kalifornische Death Valley.

Auf seinem Speiseplan steht neben Mais, Früchten und Nüssen vor allem Fleisch: Der Kolkrabe frisst Insekten, kleine Wirbeltiere, Regenwürmer und Aas. Immer wieder tauchen Gerüchte auf über Raben, die Weidetiere getötet haben sollen.

Dass die Vögel Lämmer, Kälber oder gar ausgewachsene Tiere totpicken, gehört aber ins Reich der Legenden. Dafür spielen sie ab und zu Jagdhelfer für Raubtiere oder sogar Menschen: Durch laute Rufe machen Raben auf verletzte oder leicht zu schlagende Beute aufmerksam.

Ihre Jugendzeit verbringen Kolkraben in Schwärmen. Im Alter von etwa drei Jahren gehen sie dauerhafte monogame Paarbeziehungen ein. Jeden Winter, zwischen Anfang Februar und Anfang März, legt das Rabenweibchen zwei bis sieben Eier.

Nach drei Wochen Brutzeit schlüpfen die Rabenjungen. Sie kommen nackt und blind auf die Welt und werden von ihren Eltern rund um die Uhr versorgt - der Titel "Rabeneltern" sollte darum eigentlich ein Kompliment für besonders fürsorgliche Mütter und Väter sein! Die Nestlingszeit dauert etwa sechs Wochen, dann ist der Nachwuchs flügge.