Am Victoriasee wurde dem traditionellen Fischfang die Grundlage entzogen, jetzt herrschen Arbeitslosigkeit und Armut.
Auf Kosten der Existenz
Zwar schuf die Fischindustrie 10.000 neue Jobs - gleichzeitig wurde aber rund 80.000 Menschen, die zuvor vom traditionellen Fischfang lebten, die Existenzgrundlage entzogen. Die Arbeitslosenquote beträgt heute fast 95 Prozent. Den Fisch, der tonnenweise aus den Fabriken kommt, kann sich die einheimische Bevölkerung nicht leisten. Sie stillt ihren Hunger stattdessen mit für den Verkauf ungeeigneten Resten - Kopf, Flossen, Gräten.
Darwins Alptraum
Der Film Darwins Alptraum aus dem Jahr 2004 dokumentiert diese Situation. Regisseur Hubert Sauper zeigt darin, dass die harmlos scheinende Produktion von Fischfilets Teil eines verheerenden Ausbeutungssystems ist; er berichtet vom Elend vor den Fabriktoren, von Armut, AIDS und Hunger - während gleichzeitig Hunderttausende Fische im See gefangen werden.
Erfolgsgeschichte?
Die haben aus Mangel an Beute inzwischen damit begonnen, sich gegenseitig aufzufressen. Mit seinem Sieg über das heimische Ökosystem beraubt sich der Nilbarsch seiner eigenen Lebensgrundlage - so wie auch die Menschen am Victoriasee durch ihre Arbeit in den Fischfabriken. Wie wird sie enden, diese "Erfolgsgeschichte"?
Trüber Tümpel
In zehn bis zwanzig Jahren, prophezeien Experten, werde es im Victoriasee keinen der Raubfische mehr geben. Wenn der See bis dahin nicht längst umgekippt ist - auch diese Gefahr droht: Da die kleinen Buntbarsche, die sich von Algen ernähren, durch den Nilbarsch gefressen wurden, können sich die Pflanzen ungehindert vermehren und reduzieren damit den Sauerstoffgehalt des Sees. Übrig bliebe wahrscheinlich nur ein trüber Tümpel, der den Menschen an seinen Ufern weder Trinkwasser noch Nahrung liefert.
Ulrike Wolf (26.10.2005/aktualisiert 25.06.2008)
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Kuno, der Killerwels
Im Oktober 2001 begann die Karriere von Kuno, dem "Killerwels". Zeugen berichteten damals, ein im Mönchengladbacher Volksgarten-Weiher lebender Wels hätte einen Dackelwelpen verschlungen. Von großem Medieninteresse verfolgt, begann alsbald die Jagd auf den Raubfisch. Jedoch hatte keiner der dreißig Angler, die tagelang am Weiher ausharrten, Glück: Kuno blieb unsichtbar.
Viele begannen schon, an Kunos Existenz zu zweifeln, da tauchte das Ungeheuer im Juli 2003 tatsächlich aus den Fluten auf - allerdings mit dem Bauch nach oben. Mitarbeiter des Grünflächenamtes bargen einen stattlichen anderthalb Meter langen und beinahe vierzig Kilogramm schweren Wels. Wegen seiner Bekanntheit - selbst Zeitungen in den USA berichteten über den angeblichen Killerfisch - bleibt Kuno der Nachwelt erhalten: und zwar ausgestopft in der stadtgeschichtlichen Abteilung des Mönchengladbacher Museums Schloss Rheydt.
Ob er allerdings jemals einen Hund gefressen hat, bleibt ungeklärt. Normalerweise bevorzugen Welse kleinere Fische, Frösche, Krebse und manchmal auch Enten oder Ratten - von Dackelwelpen auf der Speisekarte war bisher nichts bekannt.
Im Oktober 2001 begann die Karriere von Kuno, dem "Killerwels". Zeugen berichteten damals, ein im Mönchengladbacher Volksgarten-Weiher lebender Wels hätte einen Dackelwelpen verschlungen. Von großem Medieninteresse verfolgt, begann alsbald die Jagd auf den Raubfisch. Jedoch hatte keiner der dreißig Angler, die tagelang am Weiher ausharrten, Glück: Kuno blieb unsichtbar.
Viele begannen schon, an Kunos Existenz zu zweifeln, da tauchte das Ungeheuer im Juli 2003 tatsächlich aus den Fluten auf - allerdings mit dem Bauch nach oben. Mitarbeiter des Grünflächenamtes bargen einen stattlichen anderthalb Meter langen und beinahe vierzig Kilogramm schweren Wels. Wegen seiner Bekanntheit - selbst Zeitungen in den USA berichteten über den angeblichen Killerfisch - bleibt Kuno der Nachwelt erhalten: und zwar ausgestopft in der stadtgeschichtlichen Abteilung des Mönchengladbacher Museums Schloss Rheydt.
Ob er allerdings jemals einen Hund gefressen hat, bleibt ungeklärt. Normalerweise bevorzugen Welse kleinere Fische, Frösche, Krebse und manchmal auch Enten oder Ratten - von Dackelwelpen auf der Speisekarte war bisher nichts bekannt.



