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Raubkatze
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Die Gattung der Luchse...
ist in Nordamerika, Asien und Europa heimisch und umfasst die vier Arten Pardelluchs, Rotluchs, Eurasischer Luchs und Kanadischer Luchs. Die Tiere sind etwa schäferhundgroß, haben meist braunes, getupftes Fell, einen ausgeprägten Backenbart, Pinselohren und einen schwarzen Stummelschwanz.

Die Raubkatze hat hervorragende Augen und Ohren. Sie jagt vor allem nachts und ernährt sich von kleinen und mittelgroßen Säugern sowie Vögeln.

Der Luchs lebt als Einzelgänger: Ein männliches Exemplar, Kuder genannt, beansprucht ein Revier von 150 bis 400 Quadratkilometer Größe für sich allein, die Reviergröße der Weibchen beträgt 50 bis 200 Quadratkilometer. Männchen und Weibchen kommen nur zur Paarung zusammen, die Mutter zieht den Nachwuchs alleine auf.

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Nicht nur der Luchs...
soll sich in Deutschland wieder ausbreiten: Rettungsnetz Wildkatze nennt sich ein Projekt des Naturschutzvereins BUND. Obwohl die Wildkatze ein ur-europäisches Tier ist, lebt sie heute nur noch in wenigen Regionen Deutschlands und ist vom Aussterben bedroht. Ihr natürlicher Lebensraum ist dichter, unberührter Wald - den gibt es jedoch nur noch vereinzelt.

Zwar ist die Waldfläche in Deutschland wieder angewachsen, aber die Katzen können die neuen Wälder wegen dazwischenliegender Ackerflächen und stark befahrener Straßen nicht erreichen. Auch untereinander kommen die Katzenpopulationen dadurch kaum noch in Kontakt. Der genetische Pool, dessen Vielfalt für gesunde und starke Tiere nötig ist, verkleinert sich bedrohlich.

Hier setzt das Rettungsnetz an: Mitarbeiter protokollieren zunächst die natürlichen Wanderwege der Katzen. Auf Grundlage dieser Daten schaffen Landesbehörden und Grundstücksnutzer bepflanzte Korridore, die alte und potentielle neue Lebensräume der Katzen verbinden.

Zusätzlich planen die Behörden bei Straßenbauarbeiten die alten und neuen Wanderwege der Wildkatzen ein und verlegen, falls nötig, die Streckenführung. So wurde beispielsweise 2005 die A4 nahe der thüringischen Hörselberge nach Norden verlegt, um einen Wanderkorridor der Tiere zwischen dem Thüringer Wald und dem Nationalpark Hainich zu ermöglichen.