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Schafe

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Zoologisch...
gehören Schafe zur Gattung Ovis. Dazu zählen unter anderem das Hausschaf (Ovis ammon aries), das Wildschaf (Ovis ammon) mit diversen Unterarten und auch das amerikanische Dickhornschaf (Ovis canadensis). Die Körperlänge der einzelnen Arten variiert zwischen etwa einem und zwei Metern, die Schulterhöhe zwischen 0,65 und 1,25 Metern.

Männliche Tiere sind deutlich größer als weibliche. Im Unterschied zu den Ziegen, mit denen sie eng verwandt sind, haben Schafe eine flache Stirn und keinen Kinnbart. Schafe sind Paarhufer, Hornträger und Wiederkäuer. Männliche Tiere heißen Bock oder Widder, kastrierte Männchen werden Hammel genannt.

Weibliche Tiere heißen Mutterschaf oder Aue, junge Schafe bis zum ersten Jahr Lamm. Weibliche Schafe leben gemeinsam mit den nicht geschlechtsreifen Jungtieren in Herden.

Jungböcke schließen sich oft in eigenen Gruppen zusammen, ältere Männchen ziehen als Einzelgänger herum und kehren nur zur Paarung im Herbst zur Herde zurück. Im Frühling erblicken ein oder zwei Lämmer pro Mutterschaf das Licht der Welt.

Schafe werden durchschnittlich zwischen zehn und zwölf Jahre alt; Mutterschafe erreichen allerdings häufig nur ein Alter von fünf oder sechs Jahren.

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Seine Furchtsamkeit...
sei erbärmlich. Jedes fremde Geräusch mache es stutzig, Blitz und Donner brächten das Schaf gänzlich aus der Fassung. Derart Meinung ließ Alfred Brehm (1829 bis 1884) in seinem Tierleben verlauten. Allzu viel schien der Zoologe nicht von den Schafen zu halten.

Bis in die heutige Zeit stehen Schafe in dem Ruf, feige und dumm zu sein. Diverse aktuelle Studien wollen dies widerlegen. Wissenschaftler der britischen Cambridge University fanden zum Beispiel heraus, dass Schafe ähnliche Hirnstrukturen wie Menschen besitzen.

Die angeblich wenig intelligenten Tiere lernten in einem Versuch, die Gesichter von fünfzig Artgenossen zu unterscheiden. Nach dreißig Tests machten die Schafe kaum noch Fehler, nach fünfhundert Durchgängen erkannten sie die Köpfe schon am Profil.

Von einem anderen Experiment berichtete das Wissenschaftsmagazin New Scientist im April 2006: Forscher der Utah State University mischten Schafen Substanzen ins Futter, die bei den Tieren leichtes Unwohlsein auslösten. Anschließend boten sie den Schafen drei Arzneimittel an, von denen eines die Symptome linderte.

Noch fünf Monate später wählten die Schafe gezielt das Medikament aus, welches sie auch schon im ersten Versuch geheilt hatte. Wenn Dummheit die Unfähigkeit bedeute, aus Erfahrungen zu lernen, so seien Schafe alles andere als dumm - lautet die Schlussfolgerung der Wissenschaftler.