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Schwein

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Haus- und Wildschwein
Zur Gattung der Paarhufer und zur Familie der echten Schweine gehört das Hausschwein (sus scrofa domestica). Im frühen Mittelalter aus dem Wildschwein gezüchtet, hat es eine interessante Geschichte. Anfangs mischte es sich immer wieder mit seinen wild lebenden Verwandten.

Das lag nicht zuletzt an der traditionellen Eichelmast: Bauern weideten Hausschweine in Eichenwäldern, um kräftiges Fleisch zu erhalten. Dort waren domestizierte Sauen der Begehrlichkeit wilder Keiler ausgesetzt. Noch heute leben freie Schweinepopulationen, entstanden durch solche "Unzucht", im Südwesten der USA.

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Zielgerichtete Zucht
Seitdem die Praxis der Eichelmast vorüber ist, züchten Landwirte immer neue Rassen. Motiv: ein höherer Fleischertrag. Selten gibt es andere Gründe: zum Beispiel politischer Art.

Das Rotbunte Husumer Protestschwein verdankt seine Existenz dem Umstand, dass es den Dänen, die im ersten Jahrzehnt des Zwanzigsten Jahrhunderts in Nordfriesland lebten, verboten war, ihre Nationalität zu betonen. Tatsächlich ähnelt das rot gefärbte Tier mit seinem weißen Längsstreifen und dem Ansatz eines weißen Querstreifens der dänischen Flagge, dem Dannebrog. Offiziell anerkannt wurde die Rasse 1954.