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Tauben

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Picassos Friedenstaube ziert 1949 erstmals das Plakat des Internationalen Friedenskongresses in Paris. Begleitet wird der Kongress von einem Propagandakampf zwischen der kommunistischen Friedensbewegung und deren Gegnern, die in der Friedensthematik nur eine Verschleierung sowjetischer Aufrüstung sehen. Picasso entwirft für den nächsten Kongress 1950 eine "zerrupfte" Taube - vermutlich als Reaktion auf diese Kämpfe. 1952 gestaltet der Künstler eine "zersprengte" Taube, die die Veranstalter als zu gewagt ablehnen. Schließlich schmückt eine Taube das Plakat, die zu schwer scheint, um sich überhaupt in die Lüfte erheben zu können. Auf den zweiten Blick erweist sich die Friedenstaube somit als komplex: Der Kunsthistoriker Loel Zwecker sieht in ihr die "Aufforderung, bei der Lektüre aller Botschaften zwischen den Zeilen zu lesen, mystische Dimensionen mit zu berücksichtigen."