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Dieser Artikel gehört zu den Themen

Tiger
Raubkatze

Infobox

Panthera tigris lautet die wissenschaftliche Bezeichnung für Tiger.

Ordnung: Canivora (Raubtiere)
Familie: Felidae (Katzen)
Gattung: Panthera (Großkatzen)

Zu den Unterarten des Tigers gehören:
Panthera tigris altaica: Der Sibirische Tiger oder Amurtiger ist mit einer Körperlänge von 140 bis 280 Zentimetern die größte lebende Katze. Nachdem der Bestand 1940 auf 30 Tiere geschrumpft war, wurde er geschützt. Im fernen Osten Russlands leben heute schätzungsweise 500 Tiger.
Panthera tigris corbetti: Der Indochina-Tiger, auch Corbett-Tiger genannt, lebt vor allem in Thailand, Kambodscha und Laos. Von ihm gibt es noch zwischen 600 und 1500 Tiere. In anderen Staaten Südostasiens ist er vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben.
Panthera tigris jacksoni: Durch Genanalysen fanden Wissenschaftler 2004 heraus, dass es sich beim Malaysia-Tiger um eine eigene Unterart des Tigers handelt - vorher zählten diese Tiere zu den Indochina-Tigern. Es gibt schätzungsweise 500 bis 650 Malaysia-Tiger; sie leben in Teilen Malaysias und in Südthailand.
Panthera tigris amoyensis: Weitgehend ausgerottet ist der Südchinesische Tiger. Erst vor kurzem stellte China den Tiger unter Schutz, doch es bleibt zweifelhaft, ob die Unterart eine Überlebenschance hat. Seit 1964 wurde in freier Wildbahn kein Südchinesischer Tiger mehr gesichtet.
Panthera tigris tigris: Die bekannteste Unterart, der Königs-, Bengal- oder Indische Tiger, war infolge rücksichtsloser Jagd bereits auf einen winzigen Bestand zusammengeschrumpft. Umweltschützer geben die Zahl der Tiger mit 1200 bis 2000 an; indische Behörden schätzen, dass es noch mehr als 3500 Exemplare gibt.
Panthera tigris sumatrae: Die Zahl der Sumatra-Tiger geht stetig zurück: Lebten 1970 noch 1000 Tiger auf Sumatra, so gibt es heute nur noch etwa 250 bis 500 ausgewachsene Tiere.
Panthera tigris balica, sondaica und virgata: Der Bali-Tiger, der Java-Tiger und der persische Tiger sind bereits ausgestorben.

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Tiger besiedeln...
die tropischen Wälder Südostasiens, die Laub- und Mangrovenwälder Südasiens, dichtes und hohes Gras am Fuße des Himalaja sowie die Nadel- und Birkenwälder des russischen Ostens. Vor einhundert Jahren streiften noch etwa einhunderttausend Tiere weltweit durchs Unterholz. Heute sind es nur noch fünf- bis siebentausend Tiere.

Von den neun bekannten Unterarten haben nur sechs das vergangene Jahrhundert überlebt. Der Verlust von Lebensraum - große Waldgebiete wurden für die land- und forstwirtschaftliche Nutzung gerodet -, Wilderei und schrumpfende Bestände an Beutetieren gelten als Hauptursachen für die massive Verringerung des Tigerbestands im Zwanzigsten Jahrhundert.

Hinzu kommt die große Nachfrage nach Tigerprodukten in der traditionellen asiatischen Medizin. Für Wilderer werden die Tiere deshalb zum lukrativen Geschäft. Mittlerweile hat aber beispielsweise China verboten, Tigerbestandteile in Medikamenten zu verwenden - wer sich nicht daran hält, dem drohen schwere Strafen. Alle Unterarten des Tigers stehen kurz vor der Ausrottung und deswegen unter strengem Schutz. Derzeit leben in zoologischen Gärten mehr Tiere als in Freiheit.