Bis dass der Tod sie scheidet
In Belgien war es für Männer einst Brauch, den Ehering der Auserwählten von einem Schwan bebrüten zu lassen. Man glaubte, das sei Garantie für eheliche Treue - in der Regel leben Schwäne in Monogamie.Wo die Liebe hinfällt: Haben Männchen und Weibchen sich erst einmal gefunden, trennt sie so schnell nichts.
Treue und Familiensinn
Die Geschichte scheint die - zum Teil durch Mythen gewachsenen - Vorstellungen vom Schwan als eines der treuesten und familienorientiertesten Tiere zu bestätigen. Und tatsächlich leben Schwäne in strenger Monogamie. Paarbindungen halten unter Umständen ein ganzes Leben lang - Trennungen sind selten. Entsprechend schwierig ist es für ältere Schwäne, nach dem Tod ihres Partners einen neuen Weggefährten zu finden.
Eifersüchtige Platzhalter
Zuhause sind Schwäne in Sümpfen, flachen Seen und langsam fließenden Flüssen. Hat sich erst einmal ein Paar gefunden, errichtet es in Ufernähe, auf kleinen Inseln oder im Röhricht gemeinsam ein Nest aus Schilfhalmen, Gräsern und Zweigen - weit entfernt von anderen Nestern, denn die meisten Schwäne sind Einzelgänger.
Kämpfe ums Revier
Wehe also Artgenossen, die ihnen zu nahe kommen! Erbittert verteidigen Schwäne ihr Revier, vor allem zur Brutzeit: Wenn alles Imponiergehabe nicht mehr reicht, fassen sich die Rivalen an den Hälsen und versuchen sich flügelschlagend wegzuschieben oder unter Wasser zu drücken. Bei derartigen Revierkämpfen lassen die Tiere nicht nur Federn, sondern mitunter gar ihr Leben. Es gibt allerdings auch Schwäne, die in Kolonien nisten. Konflikte tauchen trotzdem auf, doch dienen diese dem Überleben: indem die Streithähne Eier zerstören, wachsen weniger Jungtiere heran, wodurch möglichem Futtermangel vorgebeugt ist.
Brütender Schwan - nach etwa fünf Wochen Brutzeit schlüpfen die Jungen.
Zurück zur Zweisamkeit: im Alter von ungefähr zwei Jahren schließen Schwäne den Bund fürs Leben. Ihren Höhepunkt erlebt die Schwanenliebe alljährlich in den Wintermonaten, wenn die Balz beginnt. Männchen und Weibchen schwimmen dann dicht beieinander und vollführen im Gleichtakt anmutige Halsbewegungen: sie schwenken den Kopf seitwärts, verbeugen sich und tunken die Schnäbel oft über den Partner hinweg ein.
Liebesspiel
Ist die Schwänin paarungsbereit, hält sie ihren Hals flach über das Wasser. Erst dann steigt das Männchen auf deren Rücken, hält sich mit dem Schnabel am Hals des Weibchens fest und drückt es sanft unter Wasser. Leise Lock- und Kontaktrufe während und nach der Kopulation begleiten das tierische Liebesspiel...
Seite
1
| 2
Dieser Artikel gehört zu den Themen
| Schwäne | ![]() |
| Wasservögel | ![]() |
Infobox
Schwäne gehören...
zur Gattung der Entenvögel. Insgesamt gibt es sieben verschiedene Arten, von denen der Höckerschwan in hiesigen Gefilden am häufigsten anzutreffen ist. Die Flügelspannweite kann über zwei Meter, ihr Gewicht mehr als zwanzig Kilogramm betragen. Schwäne sind die größten flugtauglichen Vögel und erreichen Fluggeschwindigkeiten bis zu fünfzig Stundenkilometer.
Die Bodenbrüter werden durchschnittlich fünfzig Jahre alt und ernähren sich in erster Linie von Wasserpflanzen, die sie mit ihrem langen Hals durch gründeln vom Grund des Gewässers holen. Doch auch Wasserinsekten, kleine Fische und Weizen stehen auf dem Speiseplan.
Problematisch ist die Fütterung durch Menschen: Erstens verlieren die Tiere dadurch die Fähigkeit, selbst Futter zu finden. Zweitens können beispielsweise Toast oder verschimmeltes Brot zu Vergiftungen oder zum Tod führen.
zur Gattung der Entenvögel. Insgesamt gibt es sieben verschiedene Arten, von denen der Höckerschwan in hiesigen Gefilden am häufigsten anzutreffen ist. Die Flügelspannweite kann über zwei Meter, ihr Gewicht mehr als zwanzig Kilogramm betragen. Schwäne sind die größten flugtauglichen Vögel und erreichen Fluggeschwindigkeiten bis zu fünfzig Stundenkilometer.
Die Bodenbrüter werden durchschnittlich fünfzig Jahre alt und ernähren sich in erster Linie von Wasserpflanzen, die sie mit ihrem langen Hals durch gründeln vom Grund des Gewässers holen. Doch auch Wasserinsekten, kleine Fische und Weizen stehen auf dem Speiseplan.
Problematisch ist die Fütterung durch Menschen: Erstens verlieren die Tiere dadurch die Fähigkeit, selbst Futter zu finden. Zweitens können beispielsweise Toast oder verschimmeltes Brot zu Vergiftungen oder zum Tod führen.




