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Wasservögel

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Geschickter Jäger
Zur Familie der Phalacrocoracidae ("Kormorane") zählen weltweit rund vierzig Arten. Innerhalb Europas werden zwei Rassen unterschieden: der "atlantische Kormoran" Phalacrocorax carbo carbo und die "Festlandsrasse" Phalacrocorax carbo sinensis. Außerhalb Europas erstreckt sich das Verbreitungsgebiet des Kormorans über einige Küsten Afrikas wie auch Asiens und reicht im Norden über Grönland bis an die Ostküste des amerikanischen Kontinents. In Deutschland besiedelt der Kormoran Flüsse und Seen des Binnenlandes sowie die Küsten von Nord- und Ostsee.

Der Kormoran gehört zur Ordnung der Ruderfüßler, zusammen mit Pelikan und Basstölpel. Gemeinsam ist ihnen eine Schwimmhaut an den Füßen, die alle vier Zehen, auch die Hinterzehe, umfasst. Damit kann der Kormoran hervorragend schwimmen und tauchen. Dabei paddelt er nur mit den Füßen und hält diese dicht zusammen, damit sie als einheitliches Ruder wirken. Gesteuert wird mit dem Schwanz. Der Kormoran kann bis zu neunzig Sekunden unter Wasser bleiben und dabei in Tiefen von bis zu dreißig Metern vorstoßen.

Auffällig sind das schwarze Gefieder, das in der Sonne metallisch glänzt, sowie die strahlend grünen Augen. Der Kormoran ist bis zu knapp einem Meter lang und wiegt zwischen 1.700 und 3.000 Gramm. Seine Flügel haben eine Spannweite von bis zu anderthalb Meter. Anders als bei Enten wird das Federkleid beim Tauchen nass. Nach den Tauchgängen muss der Kormoran deshalb sein mit Wasser voll gesogenes Gefieder von Sonne und Wind trocknen lassen und nimmt dafür eine charakteristische Haltung mit weit ausgebreiteten Flügeln auf einem Ruheplatz ein.

Der Kormoran frisst fast ausschließlich Fische - bevorzugt Exemplare von zehn bis zwanzig Zentimeter Länge - und taucht gern in Gemeinschaft nach Nahrung. Er lebt in Kolonien von bis zu mehreren hundert Tieren, wo die Paare gemeinsam drei bis vier Eier in ihren meist auf hohen Bäumen angelegten Nestern ausbrüten. Die Küken schlüpfen nach 23 bis 29 Tagen. Ihre Nestlingszeit beträgt sechs bis sieben Wochen. Erst im Alter von zwei Monaten ist der Nachwuchs voll flugfähig.