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Wildschwein

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Wildschweine - die Fakten
Wildschweine (lat. sus scrofa) gehören der Familie der so genannten Echten Schweine (suidae) und der Ordnung der Paarhufer (artiodactyla) an. Sie können in Deutschland 150 Kilogramm schwer werden. Ursprünglich kamen sie nur in Europa und Asien vor, bis sie mit den Europäern auch Nord- und Südamerika sowie Australien erreichten. Aus dem Wildschwein züchtete der Mensch das Hausschwein (sus scrofa domestica). Wildschweine sind Allesfresser und ernähren sich hauptsächlich von Eicheln und Bucheckern, vermehrt auch von Getreide und Mais. Auch Fleisch steht auf ihrem Speiseplan: neben Würmern und Insekten sogar Aas oder Rehkitze.

Wildschweine leben in Rotten, die von einem weiblichen Schwein, der so genannten Leitbache, angeführt werden. Die Gruppe besteht aus weiteren Bachen sowie männlichen und weiblichen Jungtieren (Frischlinge). Mit einem Jahr gelten Jungtiere als Überläufer: Männliche Tiere trennen sich von der Rotte und leben von nun an als einzelgängerische Keiler. Nur zur Paarung kehren Keiler zurück zur Rotte. Entgegen ihrem Ruf sind Wildschweine für Menschen prinzipiell ungefährlich. Statt anzugreifen, fliehen sie gewöhnlich. Vorsicht ist jedoch vor Bachen mit Frischlingen geboten: fühlen sie sich in die Enge getrieben, greifen sie möglicherweise zum Schutz ihrer Jungtiere an.