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Fahrräder

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Um die Erfindung des Fahrrads ranken sich viele Legenden: Ein Schüler Leonardo da Vincis oder gar der Meister selbst habe 1495 ein Fahrrad gezeichnet; der französische Comte de Sivrac habe 1791 ein starres Zweirad, das velocifère, erfunden; 1801 sei ein russischer Bauer mit dem Fahrrad vom Ural nach Moskau gefahren - alles Falschmeldungen und Fälschungen, wie sich später herausstellte.

Erfunden hat das Fahrrad Karl Drais: 1817 entwickelte er eine hölzerne Laufmaschine auf zwei Rädern mit lenkbarem Vorderrad. Der Fahrer trieb sie an, indem er sich mit den Füßen vom Boden abstieß. Erste Tretkurbeln - zunächst starr an der Vorderachse befestigt - gab es in den 1860er Jahren. Um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen, vergrößerte man um 1870 einfach den Durchmesser des Vorderrades: das Hochrad war geboren.

Der Kettenantrieb machte ab 1878 große Vorderräder wieder überflüssig und entkoppelte erstmals Antrieb und Lenkung voneinander. Die bis heute typische Rahmenform, der so genannte Diamantrahmen, stammt aus der Zeit um 1880. Ab 1888 gab es den Luftreifen, Gangschaltung und Beleuchtung kamen im Jahrzehnt nach 1900 auf. Im Detail hat man das Fahrrad seitdem weiter verbessert: leichtere Rahmen, bessere Bremsen und schnellere Gangschaltungen. Am wesentlichen Aufbau hat sich jedoch seit mehr als hundert Jahren nichts geändert.