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Flugsicherheit

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Es waren schockierende Meldungen: Am 1. Juni 2009 verloren 228 Menschen beim Absturz einer Air France-Maschine über dem Atlantik ihr Leben, keinen Monat später starben 152 Insassen eines Flugzeugs der Yemenia Air beim missglückten Landeanflug vor den Komoren. Und bereits am 15. Juli 2009 waren beim Absturz eines iranischen Passagierflugzeugs erneut 168 Opfer zu beklagen... Lag die Opferzahl in der zivilen Luftfahrt 2008 bei insgesamt 598, starben im Jahr darauf 766 Menschen bei Unfällen von Passagiermaschinen.

Dabei lässt sich Statistiken der IATA (International Air Transport Association) für die vergangenen Jahre entnehmen, dass das Fliegen insgesamt sicherer geworden ist. Während der zurückliegenden zwei Jahrzehnte hat die Zahl der Unfälle deutlich abgenommen. Im Hinblick auf gestiegene Passagierzahlen und den zunehmenden Luftverkehr mag das eine beruhigende Erkenntnis sein. Experten aber warnen: Zwar hätten die Airlines bei der Flugsicherheit ein außerordentlich hohes Niveau erreicht, der Anstieg der Flugbewegungen könne jedoch schon heute kaum mehr durch einen Zuwachs an Sicherheit kompensiert werden.

Die technischen Systeme in den Flugzeugen sind mittlerweile mehrfach gesichert. Daher ist menschliches Versagen - bei Flug, Wartung oder Programmierung - häufig die wahrscheinlichere Unfallursache. Im harten Wettbewerb der Airlines wird bei eben diesen Sicherheitsfaktoren nicht selten zuerst der Rotstift angesetzt. Die neuen hochautomatisierten Flugzeuge erfordern eine entsprechende Ausbildung von Piloten und Ingenieuren - für manchen Airline-Manager wohl eine zu teure Investition.

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Wie wahrscheinlich ist es, einen Flugzeugabsturz zu erleben? Laut statistischen Daten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) müsste man in Deutschland 67 Jahre lang ununterbrochen fliegen, um mit höchster Wahrscheinlichkeit Opfer eines Flugzeugabsturzes zu werden - diese Zeitspanne ergibt sich aus dem Fakt, dass hierzulande etwa alle 588.000 Flugstunden ein Flugunfall mit Todesfolge passiert.

Dabei ist der Flug an sich am ungefährlichsten: gerade einmal neun Prozent der Unfälle ereignen sich in dieser Phase. Beim Start steigt diese Zahl bereits auf 36 Prozent, was speziell auf die hohen Anforderungen, die diese Phase des Fluges an ein Flugzeug stellt, zurückzuführen ist. Besonders kritisch wird es aber bei der Landung - also Sinkflug, Landeanflug und die eigentliche Landung der Maschine -, wo rund 55 Prozent aller Flugunfälle passieren.