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Piloten
Luftwaffe

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Entwicklung mit Hindernissen
Es ist das angeblich beste Jagdflugzeug der Welt: Der Eurofighter ist ein mit zwei Triebwerken ausgerüstetes Mehrzweckkampfflugzeug, das von Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien entwickelt wird. An dem Bau sind unter anderem der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS und das britische Rüstungsunternehmen BAE Systems beteiligt. Hinzu kommen Zulieferfirmen.

Bereits in den 1980ern begannen die Planungen für den Jet. Die Entwicklung lief zunächst unter dem Namen European Fighter Aircraft (EFA). Das Ziel: Der Flieger sollte die veralteten Phantoms ablösen und als so genannter Luftüberlegenheitsjäger gegen die Bedrohung des Warschauer Paktes eingesetzt werden.

Das wendige Jagdflugzeug ist zu 82 Prozent aus Verbundwerkstoffen wie Kohlenstofffaser und Glasfaser gefertigt. Entenflügel, Querruder und Teile der Triebwerke bestehen aus einer Titanlegierung. Mit seinem Triebwerk EJ200 kann der Eurofighter ohne Einsatz des Nachbrenners dauerhaft im Überschall fliegen.

Die Partnerstaaten beabsichtigten, 765 Flugzeuge bauen zu lassen: je 250 für Deutschland und Großbritannien, 165 für Italien und 100 für Spanien. Mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes kam das Eurofighter-Projekt 1992 in die Krise. Deutschland wollte aufgrund der hohen Kosten der Deutschen Wiedervereinigung aus dem milliardenschweren Gemeinschaftsprojekt aussteigen.

Der damalige Verteidigungsminister Volker Rühe warb für ein alternatives und vor allem preiswerteres Kampfflugzeug, das auf Basis der Eurofighter-Technologie gebaut werden sollte. Da Deutschland aber bei einem Ausstieg die anderen Länder finanziell hätte entschädigen müssen, kam es zur Fortsetzung des Projekts.

Alle Beteiligten überarbeiteten erneut die Verträge, weil die Maschine, nun unter dem Namen Eurofighter 2000, für seine neuen Aufgaben als Mehrzweckkampfflugzeug angepasst werden sollte. Experten schätzen, dass sich die Kosten für den Eurofighter durch die Verzögerungen und die Veränderungen an der Technik um vierzig bis fünfzig Prozent erhöhten.

Da Deutschland weniger Kampfjets kaufen wollte als geplant, kam es zu weiteren Verhandlungen. Erst 1997 einigten sich alle Beteiligten in einem endgültigen Produktionsvertrag: Nun sollte Großbritannien 232, Deutschland 180, Italien 121 und Spanien 87 Flugzeuge erhalten. Endgültiger Name des Jets: Eurofighter Typhoon.

2004 wurden die ersten seriengefertigten Maschinen an die Bundeswehr ausgeliefert. Doch die Luftwaffe hatte erhebliche Schwierigkeiten mit einigen Eurofightern: Computer-Bildschirme fielen mitten im Flug aus und es gab Probleme mit dem Schleudersitz.

Am 21. März 2011 hatten britische Typhoons ihren ersten Kampfeinsatz während des militärischen Engagements in Libyen.