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Bauernhof

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Bauernregeln
Die Kenntnisse des Wetters und die Abschätzung der Ernte sind für die Menschen, besonders für Bauern, schon immer von großer Bedeutung gewesen. Durch genaue Naturbeobachtungen und beruhend auf jahrzehntelang angesammelten Erfahrungen entstand eine Vielzahl von Wettersprüchen, die - oft nur regional begrenzt - Aussagen über das künftige Wettergeschehen liefern. Die so genannten Bauernregeln muss man richtig verstehen, nämlich als statistische Aussagen, die inhaltlich stimmen, aber nicht hundertprozentig genau datiert werden können.

So sollte man die Regeln nicht formal, sondern nur sinngemäß anwenden. Beispiele für Bauernregeln: "April, April, der macht, was er will", "Septemberwetter warm und klar, verheißt ein gutes nächstes Jahr". Der Brauch, aus aktuellem Wetter auf Witterung des kommenden Jahres zu schließen, ist in ganz Europa verbreitet. Eine weitere Sparte innerhalb der Bauernregeln bezieht sich auf die Tier- und Pflanzenwelt: "Quaken die Frösche im April, noch Schnee und Kälte kommen will", "Wenn Spinnen in die Häuser kriechen, sie einen kalten Winter riechen".

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Wachsen und Gedeihen
Vor allem Wasser und Wärme erwecken den im Boden ruhenden Getreidesamen zum Leben. Das Korn nimmt Wasser auf und quillt soweit auf, bis seine Schale springt. Die im Innern des Samens entstandene Keimwurzel wächst jetzt in den Boden. Dort bildet sie weitere Wurzelhaare aus, die sich im Erdreich verzweigen. Mobilisierte die Keimpflanze vorerst eigene Reserven um zu wachsen, kann sie sich nun - fest verankert - mit Wasser und Nährstoffen aus dem Boden versorgen. Das Sprosssystem entwickelt sich, dessen Keimachse (Hypokotyl) Wurzeln und Keimblätter miteinander verbindet.

Bogenförmig durchbricht die Keimachse die Erdoberfläche. Erste, bereits im Samen entwickelte Keimblätter (Kotyledonen), stoßen nach oben und gelangen ans Tageslicht. Durch die Lichtaufnahme teilen sich die Zellen immer schneller. Blätter und weitere Organe, wie Halme, Ähren und Blüten, wachsen. Jetzt ist die Entwicklung der Pflanze abgeschlossen. Sie ragt bis zu einem Meter in die Höhe. Erst danach entstehen per Selbstbefruchtung die Körner, das so genannte Erntegut des Getreides.