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Betrüger

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So schützen Sie sich vor Betrug
Unter diesem Titel hat die Polizeiliche Kriminalprävention ein umfangreiches Beratungsangebot ins Internet gestellt. Die Website klärt über gängige Maschen der Betrüger - wie Enkeltrick, Falschgeld, Haustürbetrug - auf und erläutert, wie Betroffene den Betrug durchschauen und sich zur Wehr setzen können.

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Tatort Internet
Phishing, Abofallen, dubiose Geschäftsangebote per e-Mail: Das Internet ist zu einem beliebten Mittel für Betrüger geworden. Rund achtzig Prozent aller per Internet verübten Straftaten fallen in die Rubrik Betrug; den Rest machen illegale Pornographie, rechtsextreme und andere menschenverachtende Inhalte, Ausspähen von Daten und weitere Delikte aus.

Phishing heißen Versuche, an Online-Banking-Daten von Benutzern zu gelangen, um deren Konto zu plündern oder in deren Namen Online-Einkäufe zu tätigen. Zu diesem Zweck bauen Betrüger Websites von Banken täuschend echt nach. Dann verschicken Sie Mails an Internetnutzer mit der Aufforderung, Ihre Bankdaten zu prüfen. Die Mails erwecken den Eindruck, sie kämen von der eigenen Bank.

Per Link werden die Nutzer dann, ohne es zu merken, auf die nachgebaute, also falsche Website der Bank geleitet. Dort geben sie Ihre Login-Daten an - ohne zu ahnen, dass Betrüger die Daten abfangen und für ihre Zwecke verwenden.

Um wie viel Geld Bankkunden auf diese Weise geprellt werden, lässt sich schwer abschätzen. Nach Berechnungen des Bundeskriminalamts könnte die Schadenshöhe 2010 etwa 17 Millionen Euro betragen haben.

Auch mit Abofallen haben viele Internetnutzer, vor allem Jugendliche, bereits Erfahrungen gemacht: Internetseiten bieten einen Dienst an, zum Beispiel SMS oder Routenplanung, und erwecken den Eindruck, die Nutzung wäre kostenlos. Um an den "Gratis"-Dienst heranzukommen, muss der User lediglich Name und Adresse angeben.

Wenige Tage nach der Anmeldung erhält der Nutzer dann eine Rechnung: Im Kleingeschriebenen stand nämlich, dass für die Nutzung der Leistung ein Abo abgeschlossen wurde - und dafür fallen Kosten an.

Weit verbreitet ist auch die so genannte Nigeria-Masche. Ein Regierungsvertreter aus einem Land in Afrika (oft Nigeria, daher der Name Nigeria-Masche) behauptet, Zugriff auf ein millionenschweres Konto zu haben. Dessen Inhaber ist entweder verstorben oder das Geld wurde für ein Geschäft zurückgelegt, das nie zustande gekommen ist.

Der "Regierungsbeamte" sucht nun jemanden, der sich als Erbe oder Geschäftspartner ausgibt und sein Bankkonto für den Transfer zur Verfügung stellt. Als Provision wird ein ansehnlicher Batzen Geld, meist mehrere Millionen versprochen. Lediglich ein paar Vorausgebühren für Banken, Versicherungen, Zoll und so weiter seien fällig.

Wenig überraschend, dass der Millionentransfer nie zustande kommt: Sobald die Vorleistung gezahlt ist, bricht der Kontakt ab. Das investierte Geld ist hin.