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Hafen

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Der Seehafen Rostock ist Deutschlands einziger Ostsee-Tiefseehafen und hat 2009 21,5 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen und 2,1 Millionen Fährgäste abgefertigt. Betreiberin des Seehafens ist die Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock mbH (Hero), deren Gesellschafter die Hansestadt Rostock und das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern sind. 47 Liegeplätze gibt es in dem Hafen; Schiffe bis zu 250 Meter Länge, 40 Meter Breite und bis zu 13 Meter Tiefgang können dort anlegen. Zu den wichtigsten Handelsgütern zählen Kohle, Düngemittel, Getreide, Holz, Papier und Öl.

Rund 150 Unternehmen mit etwa 4.800 Angestellten sind auf der mehr als 750 Hektar großen Fläche des Überseehafens angesiedelt. Der Hafen ist damit ein wichtiger Wirtschaftsmotor für die Region Rostock und das Land Mecklenburg-Vorpommern. 41,5 Milliarden Euro an Steuern brachten die Hafenwirtschaft und die im Hafen ansässigen Unternehmen im Jahr 2008 auf. Die Gesamtzahl der vom Hafen abhängigen Arbeitsplätze schätzt die Hafenbetreiberin auf 12.500. Darunter fallen Jobs bei Reedereien und Umschlagbetrieben ebenso wie bei Bau- und Transportunternehmen, die für den Hafen und seine Unternehmen tätig sind.

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Hafen-Geschichte(n)
Bereits im Mittelalter, zu Zeiten der Hanse, war Rostock ein Dreh- und Angelpunkt für den Seeverkehr über die Ostsee. Vor allem Hering und Bier waren damals begehrt bei Handelspartnern in Skandinavien und im Baltikum. Als sich der Welthandel jedoch in den Atlantik verlagerte, schrumpfte die Bedeutung des Rostocker Hafens. Einen kurzen Aufschwung brachte Ende des 19. Jahrhunderts der Getreidehandel, doch vom modernen Seehandel blieb Rostock danach weitgehend abgeschnitten.

Das änderte sich erst, als die DDR-Führung einen Standort für einen Seehafen suchte. Zehn Kilometer vom Zentrum der alten Hansestadt entfernt, in sumpfigem Gebiet, entstand ab 1957 ein komplett neuer Überseehafen. Die Ortschaft Petersdorf am Breitling musste dafür weichen. Der alte Stadthafen indes verlor seine Funktion für den Seeverkehr. Lediglich kleine Kohle- und Getreidelieferungen legten dort noch an - und Militärtransporte der sowjetischen Streitkräfte. Stadthafen und Überseehafen waren zu DDR-Zeiten Sperrgebiet und durften von Privatpersonen nicht betreten werden.

Heute ist der Stadthafen eine beliebte Bummelmeile, wo sich Läden, Clubs, Restaurants und Theater aneinander reihen. Außerdem gibt es Liegeplätze für Yachten, Sportboote, Flussschiffe und mittelgroße Passagierschiffe. Ehemalige Speicher, historische Kräne und noch fahrtaugliche Museumsschiffe bringen Besuchern die Schifffahrtsgeschichte nahe. Einige der alten Speichergebäude dienen inzwischen Reedereien als Geschäftssitze. Neben dem Stadthafen und dem Überseehafen gibt es in Rostock noch einen Chemiehafen, einen Fracht- und Fischereihafen sowie in Warnemünde ein Terminal für Kreuzfahrtschiffe.