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Hausfrau

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Die Hausfrau ist...
ein Produkt der bürgerlichen Gesellschaft. Entstanden ist der Begriff "Hausfrau" zwar schon im Mittelalter, bezog sich hier aber weniger auf die Aktivitäten als auf die Stellung der Frau: Die Hausfrau stand dem Haus vor, sie herrschte über das Personal, das alle Arbeiten im Haushalt erledigte.

Bis etwa zum 18. Jahrhundert, als mit der beginnenden Industrialisierung und zunehmender Arbeitsteilung die Frauen langsam aus der Erwerbstätigkeit verdrängt wurden, kannte ein Großteil der Bevölkerung keine strikte Trennung von Erwerbs- und Privatbereich. Frauen wie Männer kümmerten sich gleichermaßen um Haus, Hof und Familie.

Das bürgerliche Weltbild sorgte schließlich im 19. Jahrhundert für eine neue Festlegung der Rolle der Frau: Begründet wurde sie durch Betonung speziell weiblicher Fähigkeiten und Tugenden. Mit der Pädagogisierung der Kindererziehung wurde der Mutterrolle immense Bedeutung zugemessen. Während Erwerbsarbeit verheirateter Frauen zum Zeichen ökonomischen Mangels wurde, erlangte die Hausfrau einen hohen sozialen Status.

Allerdings konnten es sich lange Zeit nur wenige Haushalte leisten, auf das Einkommen der Frau zu verzichten, damit die sich ganz Kind und Küche widmen kann. Erst in den 1950er Jahren wurde im Wirtschaftswunderland BRD aus der bisherigen Ausnahmeerscheinung "Alleinversorger-Ehe" - idealisierte - Normalität.