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Inferno

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Dantes Hölle
Den Begriff Inferno machte ein genialer Dichter populär, mit einem der berühmtesten Werke der Weltliteratur: Dante Alighieri (1265 bis 1321) schrieb zwischen 1307 und 1321, dem Jahr seines Todes, die Göttliche Komödie. Der Dichter - frustriert von allerlei Widrigkeiten des Lebens - verfasste damit auch eine Art Generalabrechnung mit dem Bösen.

In der Ich-Form, anknüpfend an das mittelalterliche Genre der Jenseitsvisionen, schildert Dante seine Reise durch die drei Reiche der jenseitigen Welt: Hölle (eben das Inferno), dann Fegefeuer (Purgatorium) und Paradies. Kritische Sicht auf die Missetaten der Herrscher, die samt und sonders unter Höllenqualen leiden, dominiert im ersten Teil.

Sympathisch wirkt, dass Dante immerhin Mitgefühl mit den gefolterten Seelen bekundet. Die Hölle, also das Inferno, ist in erlesener Weise spezialisiert. Kreise und Unterkreise halten jeweils besondere Torturen bereit: Habgierige, den Dingen verhaftet, müssen Felsbrocken schleppen; Stifter der Zwietracht werden wieder und wieder von Teufeln zerhackt; Verräter, auf plötzliche Wendungen des Schicksals lauernd, liegen eingefroren im Eissee Cocytus, dem Kreis ganz unten im Höllentrichter. Das Inferno, als Teil der Göttlichen Komödie, ist ein literarischer Racheakt von Format.