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Kaffee

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Transfair...
steht auf dem Siegel, das mitunter an Kaffeepäckchen prangt. Die Organisation Transfair - Teil eines internationalen Netzwerks von Labellinginitiativen - vergibt das Siegel gegen eine Art Lizenzgebühr für Produkte, die fair hergestellt und gehandelt werden.

"Fair" umfasst hier sowohl Bedingungen auf Produzentenseite (Arbeitsschutz, Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, Freiheit von Diskriminierung, Mitspracherechte) als auch die Bereitschaft von Handelspartnern im Norden, Mindestpreise zu zahlen, die kostendeckend sind und den Lebensunterhalt zum Beispiel von Kaffeebauern sichern.

Im Wesentlichen finanziert der Konsument die Idee - mit einem geringen Aufpreis auf das Produkt. Als Versuche, den Welthandel zu "zivilisieren", sind Labellinginitiativen jedoch umstritten. Kritiker bezweifeln, dass die "Macht der Konsumenten" marktbeherrschende Akteure zu Änderungen ihres Verhaltens zwingen kann.

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Folgen für die Umwelt
Die Kaffeepflanze ist ein empfindliches Gewächs und mag es gerne schattig. Daher wurde Kaffee traditionell unter dem Blätterdach hochgewachsener Bäume angebaut. Sie schützen den Kaffee nicht nur vor direkter Sonne, ihre herabfallenden Blätter nähren den Boden und helfen die Feuchtigkeit der Erde zu bewahren. Überdies sind die Bäume Lebensraum unzähliger Vögel, die als natürliche Insektenkontrolle für die Kaffeepflanzen dienen.

Nun sind aber die Reifezeit des so genannten Schattenkaffees lang und der Ertrag weniger ergiebig, weil weniger Pflanzen Platz auf einem Hektar Anbaubaufläche finden. Daher wurden 1972 neue Kaffeesorten gezüchtet, um einen größeren Ertrag der wertvollen Ernte zu erreichen. Die neuen Sorten produzieren mehr Kaffeebohnen, sind kleiner und leichter zu ernten - und sie wachsen am besten in direktem Sonnenlicht.

Viele Kaffeebauern gingen dazu über, Bäume zu roden und Kaffeebohnen in großen Monokulturen unter freiem Himmel zu ziehen. Seit 1972 wurden 60 Prozent der sechs Millionen Hektar an Kaffeeplantagen abgeholzt und auf die neuen Sorten umgestellt. Unter den 50 Ländern mit der höchsten Entwaldungsrate in den Jahren 1990 bis 1995 sind 37 Produzenten von Kaffee; im selben Zeitraum verloren die 25 wichtigsten Kaffee-Exporteure jährlich 70.000 Quadtratkilometer an Waldfläche.

Für den billigen "Sonnenkaffee" zahlt die Natur einen hohen Preis: Die neuen Kaffeebäume sind von hohen Dosen an chemischen Düngern abhängig. Und weil die natürlichen Schädlingsbekämpfer wegen der Rodungen ihren Lebensraum verlieren, werden sie durch umweltschädliche Pestizide ersetzt. Die belasten Böden und Grundwasser, bedrohen ihrerseits die Artenvielfalt und gefährden die Gesundheit der Einheimischen.

Geringer sind die schädlichen Umweltfolgen bei Kaffee aus ökologischem Anbau. Pestizide sind verboten, den Folgen der Bodenerosion wird entgegengewirkt. Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und synthetischen Dünger, Anbau von Mischkulturen sowie angepasste Fruchtfolgen sind weitere Maßnahmen, die den Kaffeeanbau umweltfreundlicher machen.

Solchen Ökostandards genügt in der Regel auch fair gehandelter Kaffee. Verbraucher sollten auf Produkte achten, die das internationale TransFair-Fairtrade-Siegel sowie das Bio-Siegel oder das Label eines ökologischen Anbauverbandes tragen.