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Kaffee

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Kaffee und Gesundheit
Seit Jahren befassen sich zahlreiche wissenschaftliche Studien mit den gesundheitlichen Wirkungen von Kaffee. Die Erkenntnis der Forscher: Kaffee, in Maßen genossen, schützt vor vielen Krankheiten. Und auch alte Vorurteile konnten revidiert werden:

So hat sich die Behauptung, Kaffee trockne den Körper aus, als Mythos erwiesen. Mehrere Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Kaffee dem Körper Flüssigkeit zuführt. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) leiste Kaffee einen wesentlichen Beitrag zur täglichen Gesamtwasserzufuhr, da er wie jedes andere Getränk auch in die Flüssigkeitsbilanz einbezogen wird.

Andere wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass der regelmäßige Genuss von Kaffee das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, deutlich senken kann. So sei das Diabetes-Risiko bei Personen, die täglich bis zu sieben Tassen Kaffee trinken, am geringsten. Der schützende Effekt wurde übrigens auch bei entkoffeiniertem Kaffee beobachtet. Daher vermuten die Forscher, dass die positive Wirkung nicht auf das Koffein zurückzuführen ist, sondern dass vor allem die im Kaffee enthaltenen Antioxidantien eine maßgebliche Rolle spielen.

Bei Allergien und Asthma hingegen mache sich das Koffein durch seinen entzündungshemmenden Effekt positiv bemerkbar. Desweiteren fördere es die Freisetzung von aufmunternden Botenstoffen, wie Dopamin, Serotonin und Endorphinen, im Gehirn. Außerdem könnten Informationen vom Gehirn nach Kaffeegenuss schneller aufgenommen und verarbeitet werden.

Weitere Studien zeigten, dass lebenslanger Kaffeekonsum den altersbedingten Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit verringern kann. Finnische Forscher, die über viele Jahre den Kaffeekonsum von Menschen im mittleren Lebensalter beobachtet haben, fanden heraus, dass Kaffeetrinker seltener dement wurden als Kaffee-Abstinenzler. Bei Menschen, die pro Tag zwischen drei und fünf Tassen tranken, war das Risiko, an Alzheimer-Demenz zu erkranken, um 65 Prozent verringert.

US-amerikanische Wissenschaftler fanden heraus, dass Kaffeetrinker deutlich seltener an Erkrankungen der Leber litten als Probanden, die keinen Kaffee tranken. Und bei bereits lebergeschädigten (beispielsweise mit Hepatitis infizierten) Personen zeigte sich in einer aktuellen Studie, dass drei oder mehr Tassen Kaffee täglich das Risiko für ein Fortschreiten der Leberzerstörung um 53 Prozent senkten.

Mit 150 Litern pro Person und Jahr ist Kaffee übrigens noch vor Wasser und Bier das am meisten konsumierte Getränk in Deutschland.