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Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit - so lautet der Titel einer Studie des Bielefelder Konfliktforschers Wilhelm Heitmeyer. Die Studie befasst sich mit Phänomenen von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung.

"Bei sinkender Soziallage", stellt Heitmeyer fest, "nehmen Ressentiments gegenüber Langzeitarbeitslosen kontinuierlich zu." Beispielsweise erreichte die Aussage "Ich finde es empörend, wenn sich Langzeitarbeitslose auf Kosten der Gesellschaft ein bequemes Leben machen" in Umfragen eine Zustimmungsquote von über sechzig Prozent. Das Bedürfnis wachse, "sich von Personen am unteren Rand der Sozialhierarchie abzugrenzen, indem man diesen eine negativere Arbeitshaltung zuschreibt als sich selbst", analysiert der Wissenschaftler den Trend.

Heitmeyers Resümee: "Wir müssen uns davon verabschieden, dass ausschließlich politische Ideologien wie die des Rechtsextremismus abwertende oder feindselige Mentalitäten erzeugen." Es genüge eine ökonomisch erzeugte Ungleichheit, die in eine "Ideologie der Ungleichwertigkeit" umgewandelt werde.