Auch im Museum für Kommunikation in Berlin hängt der Himmel voller Handys: das mobile Telefonieren gehört heute zum guten Ton.
Immer auf Abruf
Pocky war sein Name - und es war das erste mobile Handtelefon, das die Telekom 1989 auf den Markt brachte. Nur ein paar Jahre später ist die Zahl der angebotenen Mobiltelefone kaum noch zu überblicken. 664 Millionen Handys verkaufte die Branche allein 2004 weltweit. Im Juni desselben Jahres wurde damit die 1,5 Milliardengrenze der Handy-User überschritten. Das Marktforschungsunternehmen Gartner gibt an, dass die Mobilfunkindustrie 2009 gut eine Milliarde neuer Mobilfunkgeräte absetzen wird. Ein Drittel davon wird an asiatische Telefonierer gehen.Multimediales Leben
Neben dem Handy sind das schnurlose Festnetztelefon, das Faxgerät und der Computer mit Internetanschluss feste Bestandteile unseres multimedialen Lebens geworden. Die Geschwindigkeit, mit der das Telefon und seine elektronischen Kollegen die Welt der Kommunikation verändert haben, ist atemberaubend. Erst vor 130 Jahren erfand der Schotte Alexander Graham Bell das erste Telefon. 1969 nutzte das US-amerikanische Verteidigungsministerium den Vorläufer des Internets. Zehn Jahre später kamen die ersten Personalcomputer (PCs) auf den Markt. 1990 wurde Mobilfunk digital. Doch was bedeutet das eigentlich?
Zahlenkolonnen im Netz
Bei der alten Analog-Technik werden Schallwellen als elektromagnetische Schwingungen über ein Kupferkabel übertragen. Im digitalen Netz hingegen werden die Sprechsignale in Dualziffern (Bits und Bytes) umgewandelt, wodurch wesentlich mehr Daten durch die Leitungen geschickt werden können. ISDN-Kanäle können Sprachinformationen und Computerdaten jeweils separat übermitteln. Oft werden digitale Daten heute aber noch einmal umgewandelt - in Licht. Das Glasfaserkabel hat dem Kupferkabel und der Satellitenübertragung inzwischen den Rang abgelaufen. Eine Faser ist gerade doppelt so dick wie ein Haar, kann aber Zehntausende von Gespräche übertragen...
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